Corona-Report 21/22: Die PCR-Test-Verweigerung aus klassenpolitischer Sicht + Inzidenz steigt weiter + Impfpflicht vielleicht im Sommer oder nicht | Corona Lage | Info, Service, Politik

Frontpage | Corona Lage: Infos, Service, Politik, Berlin| Das Infektionsgeschehen zeigt im Wochenvergleich stark ansteigende Tendenz

Dienstag, 24. Januar 2022. Gestern wurden 126.955 Neuinfektionen gemeldet, das sind mehr als doppelt so viele wie vorgestern (63.393) und ca. 50.000 mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz stieg deutschlandweit auf 894,4 (Vortag: 840,6). Insofern nicht viel Neues innerhalb der Steigerungsrallye und wir erwarten für morgen einen neuen Höchststand bei den Neuinfektionen sowie eine neue Rekordinzidenz, die möglicherweise an 1.000 heranreicht.

Intro

  • Dafür haben wir heute ein Special für Sie, es erwartet Sie im politischen Teil: „Die PCR-Test-Verweigerung“ aus klassenpolitischer Sicht.
  • Wir verbreitern unsere Quellenbasis und lassen unter bestimmten Umständen auch „Alternativmedien“ zu Wort kommen. Dies gilt besonders bei Themen, bei denen sich Widersprüche offenbart haben.[1]
  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist mittlerweile darauf hin, dass nur noch eine näherungsweise Erfassung der aktuellen Daten möglich ist.[2]
  • Karl Lauterbach rechnet mit 400.000 bis 600.000 Neuinfektionen pro Tag auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle, der etwa Mitte Februar erreicht sein sollte.[3]Außerdem verteidigt er die Verkürzung des Genesenen-Status auf drei Monate.[4]
  • Einen kurzen Überblick darüber, wie die einzelnen Bundesländer aktuell in Sachen Maßnahmen optieren, finden Sie hier: So unterschiedlich gehen die Bundesländer mit Omikron um (msn.com).
  • Einen interessanten Artikel, schon etwas älter, darüber, wie es möglich war, die Entwicklungszeit der Corona-Impfstoffe so kurz zu halten, wollten wir seit Längerem hier einbauen, heute schaffen wir es immerhin, ihn als Lesetipp zu verlinken, Meinung unsererseits folgt, wenn etwas mehr Zeit ist als heute. Pfizer und Biontech: Wie IT die Impfstoffentwicklung revolutioniert – computerwoche.de.
  • Wir erfassen nun auch die deutschen Todesfallzahlen mit / an Corona in Form einer Grafik. Auch ein wenig zum Ausgleich für die immer weiter ansteigenden Fall- und Inzidenzzahlen, denn bei den Todesfällen sieht die Tendenz besser aus. Dafür haben wir die Darstellung der weltweiten Todesfallzahlen als Liste vorerst aus dem Programm genommen.

Zum vorausgehenden Corona-Deutschland-Report:

Corona-Report 20/22: Ununterbrochener Inzidenzanstieg seit Jahresanfang | Corona Lage | Info, Service, Politik – DER WAHLBERLINER

Zum aktuellen Corona-Berlin-Report:

Corona-Report Berlin 2: Verspätet, aber doch: Schulbetrieb der Lage angepasst | Frontapge Corona Lage | Fokus Berlin – DER WAHLBERLINER

Infoblock

  • Weltweit gemeldete Neuinfektionen gestern und an den Tagen zuvor.[5]
    • 2,41 Millionen (24.02.2022 – eine Woche zuvor: 3,02 Millionen)
    • 2,23 Millionen (23.02.2022 – eine Woche zuvor: 2,07 Millionen)
    • 2,84 Millionen (22.02.2022 – eine Woche zuvor: 1,94 Millionen)
    • 3,65 Millionen* (21.01.2022 – eine Woche zuvor: 2,45 Millionen)
    • 3,61 Millionen* (20.01.2022 – eine Woche zuvor: 3,23 Millionen)
    • 3,52 Millionen* (19.01.2022 – eine Woche zuvor: 3,26 Millionen)
    • 3,02 Millionen (18.01.2022 – eine Woche zuvor: 3,20 Millionen)
    • 2,07 Millionen (17.01.2022 – eine Woche zuvor: 2,81 Millionen)
    • 1,94 / 3,23 / 3,26* / 3,20* / 2,81* / 2,17 / 1,87 / 2,24 / 2,52 / 2,59 Millionen (13.01. bis 06.01.2022)

Immer wieder gibt es Tage, deren Zahlen die Hoffnung nähren, dass auch die Omikron-Welle nun weltweit ihren Gipfel erreicht oder überschritten hat. Für Deutschland allerdings gilt das nach allgemeiner Auffassung nicht.

  • Gemeldete Neuinfektionen in Deutschland.[6]

Der steile Anstieg von gestern auf heute, die höchsten bisher an einem Montag gemeldeten Fallzahlen, lassen auf neue Höchststände in den nächsten Tagen schließen, denn der von uns bisher erfasste Zeitraum belegt, dass an den Tagen Mittwoch, Donnerstag und Freitag die erfassten Neuinfektionen jeweils die höchsten innerhalb der Woche sind.

Mittlerweile weist das das RKI darauf hin, dass die erfassten Zahlen insofern mit Vorsicht zu behandeln sind, als sie vermutlich zu niedrig liegen. Auf ihnen basiert aber auch die Inzidenz und basieren alle Warnampeln etc., die zu weiteren Maßnahmen führen müssten, spätestens, wenn sie auf Rot stehen.

  • Aktuelle 7-Tage-Inzidenz in Deutschland.[7]

Auch der relativ steile Anstieg der Inzidenz an einem Dienstag, der auf Daten des Vortags beruht, lässt darauf schließen, dass ein weiteres Plus bei den Fallzahlen und der Inzidenz auf uns wartet.

Dänemark und Israel weisen Inzidenzen von beinahe 4.600 aus, Frankreich liegt bei knapp 3.800. Weitere Länder verzeichne Anstiege, auf immer noch hohem Niveau verharren die USA (1.500) und Großbritannien (966). Unsere Beschreibung stammt vom 24.01.2022.

  • Todesfallzahlen durch / mit Corona in Deutschland

 

Zur Übersterblichkeit haben wir einen Artikel veröffentlicht, der eine differenzierte Betrachtungsweise nahelegt.[8] Auch zu den „Impftoten“gibt es mittlerweile Daten vom Paul-Ehrlich-Institut.[9] Trotzdem ist mittlerweile festzuhalten, dass die rückläufigen Todesfallzahlen bei ansteigenden Neuinfektionszahlen eine positive Nachricht sind. Erstmals seit dem Beginn unserer Erfassung ist der gleitende 7-Tage-Durchschnitt aufgrund der gestrigen Zahlen leicht angestiegen. Wir haben mit der Erfassung allerdings erst am 11.01.22 begonnen und werden auch diese Zahlen schrittweise rückwärts erfassen, um eine aussagekräftigere Tendenz zu erhalten.

  • Aktuelle Inzidenz aller Bundesländer.[10]

Berlin hat erwartungsgemäß die Inzidenzspitze wieder inne. Was wir nicht in der Form erwartet hatten und was uns betroffen macht: Dass in Bremen die Inzidenz seit zwei Tagen wieder erheblich ansteigt. Wir sind davon ausgegangen, dass Bremen, das die Liste eine Zeitlang angeführt hat, das erste Bundesland ist, das den Omikron-Wellenkamm überschritten hat.

  • Die Stadt- und Landkreise bzw. Stadtbezirke mit den höchsten Inzidenzwerten:[11]
    • Berlin-Mitte (3.166 / 2.843 / 2.845 / 2.814/ 2.200 / 2.286 / 1.797/ 1.379 / 1.352 / 1.353 / 1.332)
    • Berlin-Pankow (2.034 / 1.757 / 1.872 / 1.954 / 1.508 / -)
    • Berlin-Spandau (1.915 / 1.790 / 1.790 / 1.737 / 1.590 / 1.407)
    • Berlin-Neukölln (1.887 / 1.764/ 1.768 / 1.751 / 1.562 / 1.621 / 1.651 / 1.541 / 1.374/ 1.419 / 1.488)
    • Berlin Friedrichshain-Kreuzberg (1.878 / 1.782 / 1.819 / 1.776 / 1.586 / 1.502 / 1.477 / 1.362 / 1.596 / 1.644 / 1.586)
    • SK Wiesbaden (1.808, neu auf der Liste)
    • LK Dachau (Bayern) (1.790, neu auf der Liste)
    • Berlin-Tempelhof-Schöneberg (1.774, neu auf der Liste)
    • SK Potsdam (1.704 / 1.626)

Die ersten fünf Plätze hält immer noch Berlin, aber wir haben das Tableau heute auf die neun am meisten betroffenen Stadt- und Landkreise erweitert, alle weisen eine Inzidenz von mehr als 1.700 auf. Auf Rang acht nun auch sichtbar: Unser Wohnbezirk in Berlin, dessen Zahlen in den letzten Tagen massiv in die Höhe geschnellt sind.

  • Der wichtige R-Wert in Deutschland (eine infizierte Person steckt wie viele weitere Personen an?). Wir weisen darauf hin, dass die Werte in der Regel Korrekturen erfahren, wir folgen diesbezüglich der verwendeten Quelle.[12]
  • 1,21 (24.01.2022)
    • 1,23 (23.01.2022) – korrigiert von 1,21)
    • 1,18 (22.01.2022) – korrigiert von 1,24
    • 1,19 (21.01.2022) – korrigiert von 1,22
    • 1,16 (20.01.2022) – korrigiert von 1,15
    • 1,15 (19.01.2022) – korrigiert von 1,09
    • 1,12 (18.01.2022) – korrigiert von 1,07
    • 1,13 (17.01.2022) – korrigiert von 1,08
    • 1,14 (16.01.2022) – korrigiert von 1,11
    • 1,15 (15.01.2022) – korrigiert von 1,19
    • 1,19 (14.01.2022) – korrigiert von 1,23
    • 1,19 (13.01.2022) – korrigiert von 1,21
    • 1,20 (12.01.2022) – korrigiert von 1,11
    • 1,17 (11.01.2022) – korrigiert von 1,11
    • 1,17 (10.01.2022) – korrigiert von 1,10
    • 1,19 (09.01.2022) – korrigiert von 1,17
    • 1,23 (08.01.2022) – korrigiert von 1,30

Werte von mehr als 1,10 gelten bereits als sehr kritisch, diese Marke wird überschritten, seit wir den R-Wert erfassen.

Service, Fakten, Politik nach Themenschwerpunkten

  • Boostern (Service, Fakten)

Was beim Boostern zu beachten ist.[13] Interessanterweise wird die „Kreuzimpfung“ von der Stiko nun nicht ausdrücklich empfohlen. Für die Auffrischimpfung soll möglichst der mRNA-Impfstoff verwendet werden, der bei der Grundimmunisierung zur Anwendung kam. Wenn dieser nicht verfügbar ist, kann bei ≥30-Jährigen der jeweils andere mRNA-Impfstoff verwendet werden. Die STIKO betrachtet in der Altersgruppe ≥30 Jahre die beiden mRNA-Impfstoffe als gleichwertig.[14]

Nachträglich wirkt das plötzliche Promoten der Kreuzimpfung, als zu wenig Comirnaty-Impfstoff zur Verfügung stand, eher an der Verfügbarkeit als an der medizinischen Best Practice orientiert. 

Die vierte Impfung hingegen steht noch nicht an, sagte Charité-Virologe Leif Erik Sander dem RBB.[15]  Zu viele Booster könnten demnach schädlich sein, meint auch die EMA, die zu gegebener Zeit auch die Kreuzimpfungen empfohlen hatte.[16] Auch dazu gibt es nun neue Darstellungen:

Eine vierte Dosis des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer scheint keinen nennenswert höheren Schutz vor einer Ansteckung mit Omikron zu bieten als die dritte Impfung. Dies deutet eine vorläufige Studie aus Israel an. Israel ist das erste Land, welches systematisch seine Bürger zu einer vierten Impfung aufgerufen hatte. (…) Die Ergebnisse scheinen Zweifel zu bestätigen, welche die Arzneimittelzulassungsbehörde der Europäischen Union (EMA) bereits letzte Woche geäußert hatte. (…)  Einige Länder wie Dänemark, Ungarn und Chile haben trotz der Bedenken der Regulierungsbehörden bereits Auffrischungsimpfungen mit der vierten Spritze zugelassen. Noch Ende Dezember hatte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation Tedros Ghebreyesus erklärt, dass pauschale Auffrischungsimpfungen die Pandemie eher verlängern würden als sie zu beendet.[17]

Auch die Politik in Deutschland will die Impfpflicht, wenn sie kommt, nur auf drei Impfungen erstrecken. Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme.

  • Keine PCR-Tests mehr für alle: Die Fakten und das Allgemeine

„Wir kommen leider nicht umhin, auch dies zu vermelden. Die meisten Schnelltests sind Mist, das hat nun das Paul-Ehrlich-Institut bekanntgemacht. Trotzdem gibt es in der Politik eine Tendenz, vermehrt auf sie anstatt auf PCR-Tests zu setzen. Das heißt auch, unser Test von letzter Woche sagt möglicherweise nicht viel aus, an PCR-Tests ist in Berlin derzeit aber schwer heranzukommen.“ So hatten wir vor einigen Tagen das Thema aufgesetzt.

Schnelltest ist nicht gleich Schnelltest: Die Tests der unterschiedlichen Hersteller weisen teilweise eklatante Unterschiede bezüglich der Genauigkeit auf, mit der sie eine Corona-Infektion erfassen. So kommt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sogar zu dem Schluss, dass viele im Handel erhältliche Tests nicht sensitiv genug sind, um eine Infektion mit SARS-CoV-2 feststellen zu können.[18]

Ein Unternehmen, das kürzlich für seine Mitarbeitenden Schnelltests gekauft hatte, ärgerte sich so sehr über diesen Tatbestand, dass es eine App entwickelt hat, mit der Sie Ihren Schnelltest testen lassen können.

Zerforschung präsentiert: schnelltesttest.de – zerforschung

Würde man die nach dieser Ansicht üblichen Kriterien für solche Tests an die Schnelltests anlegen, wären „92 Prozent von ihnen Schrott“.[19]

Wir müssen zurück zum Testen und es gehört an diese Stelle. Sie über die Probleme mit den Schnell- oder Antigentests aufmerksam gelesen? Gestern hat nun Karl Lauterbach verkündet, dass es genau darauf hinausläuft, dass die allermeisten von uns überhaupt keine PCR-Tests mehr bekommen werden. Die Laborkapazitäten seien endlich, heißt es. Offenbar hat sich die Formulierung an journalistischen Beiträgen wie diesem orientiert, wobei nicht mehr das Testmaterial, sondern das Laborpersonal nun den „Flaschenhals“ darstelle.[20]

Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Deutschland sollen nicht mehr alle per Schnelltest positiv Getesteten einen PCR-Test bekommen (…). Lauterbach argumentierte, die Wahrscheinlichkeit, dass der PCR-Test ein anderes Ergebnis anzeige als ein professioneller Antigen-Test, sei „sehr gering bei der hohen Prävalenz der Omikron-Variante“. Auch das Schnelltest-Ergebnis gehe an das Gesundheitsamt. „Der PCR-Test ist nicht mehr Voraussetzung für die Meldung beim RKI. So sparen wir wichtige PCR-Kapazitäten für den Höhepunkt der Welle.“

Wichtig zu wissen: Auch in zweiter Instanz, also nach einem positiven Antigen-Test, ist kein PCR-Test für alle Betroffenen mehr vorgesehen. Die 3G-Strategie ist angesichts der geringen Validität der meiseten Antigen-Tests ohnehin sehr fraglich. Künftig werden noch mehr Menschen, die nicht direkt im Krankenhaus landen, unter dem Melde-Radar durchlaufen und andere anstecken.

Zumindest bei einem positiven Antigen-Test wäre es wichtig, eine Bestätigung durch den „Gold-Standard unter den Tests zu erhalten“, denn wenn Infektionen nicht sicher nachgewiesen werden, beansprucht das zwar nicht mehr so sehr die Kapazität der Labore, jedoch umso mehr die der übrigen medizinischen Infrastruktur:

Der PCR-Test (auch Labortest genannt) ist der Goldstandard unter den Corona-Tests. Mittels PCR-Test kann in einer Probe aus den Schleimhäuten der Atemwege zuverlässig nachgewiesen werden, ob Erreger vorhanden sind. Beim PCR-Test handelt es sich um ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren. Der Test beruht auf der sogenannten Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction, PCR). Dabei wird Erbmaterial des Virus vervielfältigt. Dadurch gelingt es, Viren nachzuweisen, auch wenn erst wenige Erreger vorhanden sind. Der PCR-Test hat also eine hohe Sensitivität – er weist das Virus mit einer hohen Treffsicherheit nach. Zudem wird gezielt nur das Erbmaterial des Coronavirus SARS-CoV-2 vervielfältigt. Der Test hat damit eine hohe Spezifität, weist also genau das gewünschte Virus nach.

Der PCR-Test gilt als das zuverlässigste Verfahren, um den Verdacht auf eine akute Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 abzuklären. Es ist für alle Altersgruppen der ausschlaggebende Test für die Entscheidung, ob eine Person sich aufgrund einer SARS-CoV-2-Infektion in Isolierung begeben muss.

Der PCR-Test sollte insbesondere eingesetzt werden: bei Symptomen, die auf eine Erkrankung an COVID-19 hindeuten, unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus, nach einem positiven Ergebnis im Antigen-Schnelltest, Antigen-Selbsttest oder PCR-Pooltest (…)[21]

An diese fachliche und angesichts der schwächeren Validität auch der „professionellen“ Antigen-Tests wichtige Empfehlung will die Politik sich jetzt also nicht mehr halten. Wir finden das, vorsichtig ausgedrückt, schwierig. Die Unsicherheiten, die Corona mit sich bringt, wachsen damit weiter an.

  • Keine PCR-Tests mehr: die klassenpolitische Sicht

Aus einer ganz anderen Ecke kommt nun eine Generalkritik, die sich am Ende der PCR-Tests für alle festmacht, aber zu einem kleinen Manifest geführt hat, das weit über diesen Tatbestand hinausreicht und das gesamte Corona-Management umfasst.

„Klasse gegen Klasse“ legt klar, dass das Ende der PCR-Tests bei weiterhin schwachen allgemeinen Maßnahmen gegen die Pandemie ein erneuter Schlag gegen die Ärmeren ist, die sich das private Bezahlen von PCR-Tests nicht leisten können. Wir haben, als wir uns vorgestern erstmals zum Ende der PCR-Tests für alle geäußert haben, mehrfach unsere Formulierungen entschärft, bevor der Artikel veröffentlicht wurde, insbesondere wegen der Lauterbach-Fans unter unseren Leser:innen. „Klasse gegen Klasse“ ist nicht so zimperlich, wie Sie hier nachlesen können.[22]

„Die Regierung setzt auf Durchseuchung – doch unser Leben ist mehr wert als ihre Profite!“ lautet die Überschrift des Artikels, der auch als Kampfaufruf zu verstehen ist. „KgK“ werden viele von Ihnen nicht kennen, aber in der Studierendenschaft der Berliner FU ist diese politische Gruppierung mittlerweile eine Macht vor allem unter denjenigen, die von der Linken und anderen „linken“ Parteien enttäuscht sind und begleitet die sozialen Kämpfe in Berlin (etwa den Klinikstreik im letzten Herbst) sehr aktiv, auch gegen die etablierten Gewerkschaften, und versucht mehr und mehr, in diesem Sinne mitzugestalten.

Wir kommen nicht umhin, festzuhalten, dass man sich bei KgK fast alles notiert hat, was bisher beim Corona-Management schiefgelaufen ist und es in einer insgesamt leider weitgehend zutreffenden Darstellung zusammengefasst hat. „Durchseuchung“ ist dabei in etwa das, was wir vorsichtig als „viele Fälle werden nun unter dem Radar laufen“ angedeutet haben. Nur eben, dass die Durchseuchung entgegen anderslautender Aussagen der Politik demgemäß beabsichtigt ist. Was wir mehr als ein Gefühl großen Ärgers empfanden, aber im Corona-Report nicht so ausführlich und eindeutig hätten formulieren können, wird hier auf aktivistische, kämpferische Weise niedergelegt. Einzig die Abgrenzung der verschiedenen Motive gegen die Impfpflicht ist schwierig, das merkt man dem Text auch an, aber wir finden es richtig, dass man diese Abgrenzung versucht, damit keine falschen Querfront-Vorwürfe entstehen können.

Im Grunde fügt sich auch dieser Teil der Argumentation zu einem durchaus logischen Ganzen, wenn man es vom Beginn der Pandemie her betrachtet und nicht von den Notwendigkeiten aus, die sich aus dem kapitalistischen Missmanagement während der Pandemie ergeben haben.

Was wir in letzter Zeit immer häufiger feststellen: Mit den Trotzkisten verbindet uns eine große Schnittmenge an politischen Einstellungen, möglicherweise ist sie größer als bei allen anderen Gruppierungen innerhalb des linken Spektrums.

  • Impfnebenwirkungen

Auch bezüglich der Impfnebenwirkungen nimmt die oben zitierte Publikation eine klare Mindermeinung ein und bewertet sie viel höher als üblich. Die Gegenmeinung wiederum finden Sie hier.[23] Tut uns leid, wir mussten schmunzeln. Hatten Sie nach den Impfungen auch Phantomschmerzen? Dann wissen Sie jetzt, was ein Nocebo-Effekt ist. Wir halten das für eine schwierige Darstellung, das sagen wir als ausgewiesene „Psychosomatiker“, die ganz gut zwischen typischen Schmerzen unterscheiden können, wie sie durch psychische Belastungen auftreten und den atypischen Gliederschmerzen nach den Impfungen.

  • Omikron und Maskenwirkung (Service)

(…) Ein Ergebnis der Forscher: Tragen die infizierte und die nicht-infizierte Person eine gut sitzende FFP2-Maske, ist liegt die Gefahr einer Ansteckung nach 20 Minuten selbst auf kürzester Distanz bei kaum mehr als ein einem Promille. (…)[24] Dann wäre es sogar sinnvoll, im gesamten öffentlichen Raum die Pflicht zu Maske tragen zu etablieren. Einen exakten Vergleich mit OP-Masken gibt der Artikel aber nicht her.

  • Endemische Lage in Sicht?

Bisher, besonders angesichts gerade stark steigender Fallzahlen, schreiben wir es noch an den Ende des Reports, aber es  könnte bald ganz nach vorne rücken: Über das Ende der pandemischen Lage wird weltweit immer mehr diskutiert.[25] Besonders in den Ländern, in denen die Omikron-Welle bereits abzuflachen scheint.

Hierzulande ist eine solche Diskussion verführt, denn Omikron ist noch in der Ausbreitungsphase. Die vergleichsweise umfassenden Corona-Maßnahmen in Deutschland („Maßnahmen-Weltmeister“) werden zwar immer wieder kritisiert, das sollte uns aber nicht beirren: Wirklich harte Einschränkungen gibt es nur wenige, es wurden trotz der stark ansteigenden Inzidenz auch keine neuen beschlossen (Stand 24.01.2022).

Berlin (dpa) – Im Kampf gegen die immer stärkere Corona-Ausbreitung in Deutschland sollen weitreichende Alltagsauflagen für Millionen Menschen noch länger bleiben. Bund und Länder beschlossen am Montag aber vorerst auch keine Verschärfungen.[26]

Die Maßnahmen sind zwar weitreichend, was die Eingriffe in verschiedene Lebensbereiche angeht, aber der zwingende Teil ist nicht ansatzweise mit einem Lockdown zu vergleichen.

 Die jetzt im Vergleich zu anderen Ländern starken Kontaktbeschränkungen wie 2G plus in der Gastronomie sind auch das Resultat großer Versäumnisse der Politik im Umgang mit der Pandemie während der dritten und der vierten Welle, die seinerzeit mit Social-Media-Hashtags wie „Schwere Schuld“ markiert wurden.

Heute hat das letzte Wort nicht ein deutscher Politiker, sondern der US-Star-Immunologe Anthony Fauci, der amerikanische Christian Drosten:

Nach Einschätzung des US-Immunologen Anthony Fauci wird es künftig darum gehen, das Coronavirus so zu kontrollieren, dass das gesellschaftliche Leben wie zuvor stattfinden kann. Ausrotten ließe sich der Erreger wohl nicht. „Wenn Sie sich die Geschichte der Infektionskrankheiten ansehen, haben wir nur eine Infektionskrankheit ausgerottet, und das sind die Pocken“, sagte Fauci bei einer virtuellen Diskussionsrunde des Weltwirtschaftsforums in Davos.[27]

Worum geht es beim Weltwirtschaftsforum? Um die Wirtschaft natürlich. Nicht um die Kneipe um die Ecke, die von Corona wirklich stark betroffen ist, sondern um die Großkonzerne und Superreichen, die seit Corona so gut verdienen wie nie zuvor. Also nicht die Leute nach Hause schicken, wenn eine neue Corona-Mutation um die Ecke kommt, nicht so viel Fez mit Maßnahmen, sondern fleißig weiter für das Kapital malochen lassen (das haben wir schon geschrieben, bevor wir heute das Statement von KgK eingebunden haben, es handelt sich also nicht um eine Aufstachelung von deren Seite). Das Weltwirtschaftsforum hat wunderbare Texte dazu verfasst, in denen steht, wie viel besser es doch viel besser wäre, kapitalistische Unternehmen und nicht hinderliche Staaten, die noch ein paar Sozialstandards aufrechterhalten, würden die Welt (alleine) regieren. Die 80 Prozent Regentschaft des Großkapitals, die sowieso etabliert sind, reichen den Strategen vom WEF noch nicht.

  • Impfgegner:innen, Protest gegen die Corona-Maßnahmen

Auch diesem Thema wollen wir uns einigermaßen ernsthaft widmen, daher zitieren wir heute zunächst einen Artikel aus Telepolis, den wir interessant finden. Er bezieht sich auf eine Demo, die in Berlin bereits im Dezember 2021 gelaufen ist und auf das Narrativ von der sozialen Spaltung durch Corona oder gar durch die Impfpflicht. Wir sind ebenfalls der Ansicht, es gibt keine „Corona-Spaltung“, sondern lediglich eine Spaltung nach Klassen und Interessen, die längst vor Corona etabliert war und sich seit Jahrzehnten verstärkt. Unter diesem Gesichtspunkt kann man die Pharma-Profite oder bestimmte, nur der Wirtschaft (dem Kapital) dienliche Maßnahmen kritisieren, aber nicht unter Verwendung eines falsch verstandenen Freiheitsbegriffs.[28] Der Subtitel „Demokratie-Idealisten in Aktion“ verfälscht insofern etwas den Inhalt des Beitrags, es sei denn, er ist ironisch gemeint.

  • Impfpflicht

Die Spitze der institutionellen Fachwelt, voran Gesundheitsminister Karl Lauterbach, meint hingegen, eine Durchseuchung sei nicht zu akzeptieren, ebenso äußert sich Christian Drosten.[29] Die Impfpflicht, falls sie kommt, soll hingegen kein Impfzwang sein, sondern mit der Zahlung eines Bußgelds darf man sich freikaufen.[30] So sprach die Bundesjustizministerin Nancy Faeser. Merken Sie was? Es hängt auch in dieser Sache vom Geldbeutel ab, ob Menschen sich dann wirklich impfen lassen müssen.

Je länger die Debatte um die Einführung einer Impfpflicht in Deutschland dauert, desto mehr bröckelt die Front ihrer Befürworter. Noch vor Jahresende sah es so aus, als herrsche in Gesellschaft und Politik breite Einigkeit, dass die Pandemie nur mit einer raschen Gesetzgebung zur Einführung einer allgemeinen Impfpflicht zu stoppen sei.[31]

Mittlerweile begründet Karl Lauterbach seinen Ruf nach einer Impfpflicht auch eher mit der Herbstwelle, die er bereits kommen sieht, als damit, dass sie gegen Omikron noch viel bewirken könnte.[32]

In diesem Artikel hingegen wird er geradezu einer Kehrtwende bezichtigt, wir meinen aber, da wird ein wenig übertrieben. Dass er keinen eigenen Antrag zur Impfpflicht in den Bundestag einbringen mag, soll vor allem der Tatsache Rechnung tragen, dass es sich um eine ethische Frage handelt. Interessante Idee, damit auch den Fraktionszwang bei einer kommenden Abstimmung aufzuheben.[33]

Die Situation in den Kliniken werde sich wieder verschärfen, so Lauterbach. Momentan erkrankten vor allem die Jüngeren, die viele Kontakte hätten. Wenn sich die Älteren infizierten, werde die Zahl der Klinikeinweisungen wieder steigen. „Da kann es, je nach Entwicklung, nicht nur bei den Intensivstationen knapp werden, sondern auch auf den normalen Stationen. Es droht die Schließung ganzer Abteilungen“, sagte er. „Eine Durchseuchung bedeutet, dass Hunderttausende schwer krank werden und wir wieder viele Tausend Corona-Tote beklagen müssen.“[34]

Dieses Statement müsste man nun also als auf den Herbst 2022 bezogen deuten, denn, siehe oben: Omikron rennt ohne Impfpflicht durch. Trotzdem will die Bundesregierung und will auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach keinen eigenen Vorschlag für ein Gesetz einbringen, das die Impfpflicht regeln soll. Die neuesten Aussagen dazu klingen weniger nach Ethik als nach Furcht vor Blamage:

„(…) Lauterbach begründet das mit seiner Neutralität als Minister. (…)  „Als Bundesgesundheitsminister muss man respektieren, wenn eine Entscheidung eine Gewissensentscheidung des Parlaments ist. (…) Kanzler Scholz will, dass der Entwurf für ein Gesetz zu einem so sensiblen Thema aus der Mitte des Parlaments kommt. (…) Während SPD und Grüne sich größtenteils für die Pflicht ausgesprochen haben, ist die FDP zögerlich. Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner hat sich noch nicht festgelegt. Eine eigene Mehrheit für die Einführung einer Impfpflicht wäre der Ampel-Koalition nicht sicher.“

Aus dem Artikel geht auch hervor, dass die CDU wohl überwiegend für eine Impfpflicht stimmen würde, insofern wäre eine eigene Mehrheit nicht zwingend. Doch wie stünde man da, wenn die Opposition helfen muss, damit die Regierung, welche die Mehrheit der Abgeordneten stellt, ein Gesetz durchbringen kann? Inkrafttreten der Impfpflicht: Frühestens Mai 2022, eher später.[35]  

Das Neueste in dieser angeregten Diskussion mitten während der Pandemie ist, dass nun offenbar doch ein Gesetzesvorschlag für eine Impfpflicht ab 18 in Vorbereitung ist, nicht ab 50, wie zwischenzeitlich vorgeschlagen wurde. Oder doch ab 50?[36]

Unsere eigene Meinung zur Impfpflicht haben wir ausgegliedert, damit dieser Report nicht immer umfangreicher wird, vor allem jedoch, um eigene Ansichten nicht zu sehr in den Vordergrund zu rücken.

Die Corona-Impfpflicht: Unsere Stellungnahme (Spin-off aus dem Corona-Report) | Frontpage | Corona Meinung | Impfpflicht – DER WAHLBERLINER

  • Impfstatus, Hospitalisierung

In den vier Wochen zwischen dem 14. Dezember und dem 12. Januar waren demnach von 8912 Corona-Intensivpatienten, deren Impfstatus bekannt war, fast zwei Drittel ungeimpft. Das entsprach insgesamt 5521 Fällen oder 62 Prozent der Neuaufnahmen mit erfasstem Impfstatus. Von etwa jedem zehnten Patienten war der Impfstatus nicht bekannt.[37]

Zweifel an der Wirksamkeit der bisherigen Impfungen gegen die Ansteckung mit Omikron an sich sind hingegen schon in der Welt, seit es Omikron gibt, hier ein Bericht vom 10.12.2021, der sich auf Beobachtungen in Südafrika bezieht.[38]

Nichts anderes als ein Schutz vor schweren Verläufen durch die bisherigen Impfstoffe lässt sich auch aus diesem Artikel des Spiegel schließen, der vor einigen Tagen seinerseits für Schlagzeilen gesorgt hatte, weil die Überschrift so knallig klingt: „Halb Europa könnte sich [gemäß Aussagen der WHO] bis März mit Coronavirus infizieren“.[39]  Genesenen-Status, Verkürzung durch das RKI (Info)

Geht nun aber die just erfolgte Verkürzung des Genesenen-Status von 180 auf 90 Tage durch das RKI auch in die panische Richtung?

Fachliche Vorgaben für Genesenennachweise, mit Wirkung vom 15.01.2022:

Ein Genesenennachweis im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung muss aus fachlicher Sicht folgenden Vorgaben entsprechen:

  1. a) Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt sein

UND b) das Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen

UND c) das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Diese Vorgaben werden regelmäßig überprüft und können sich gemäß Stand der Wissenschaft ändern.[40]

Der Stand der Wissenschaft ist wichtig und er ändert sich mit neuen Virusvarianten besonders schnell. Die Idee, die hinter der Verkürzung steckt, ist relativ leicht nachzuvollziehen. Es kann nicht in erster Linie um Feststellungen gehen, die darauf hinauslaufen, dass die Impfstoffe wieder einmal als noch kürzer wirkend als bisher gedacht analysiert werden, sondern es geht darum, dass Omikron auch mit einer früheren Variante Erkrankte befallen kann. Und da Omikron relativ leicht übertragbar ist (wie sieht es eigentlich mit einer Mehrfach-Erkrankung mit Omikron aus, wird es das auch geben?) ergibt die Verkürzung des Genesenen-Status auf den ersten Blick Sinn. Für den zweiten Blick hatten wir in dieser Sache noch keine Zeit.

Die Politik ist trotzdem zumindest in Teilen verärgert darüber, dass das RKI Änderungen mit massiven Auswirkungen kundtut, ohne die Gründe zu kommunizieren, auch wenn sie grundsätzlich die gegenwärtigen Corona-Regeln okay findet.[41] Das ist keine Lappalie, denn an einer viel zu unkoordinierten und wenig erhellenden Kommunikationspolitik krankt das Corona-Management mindestens ebenso sehr wie an den sachlichen Fehlern, die bereits begangen wurden. 

  • Omikron und Folgen

Auch wenn die Omikron-Variante als „milder“ gelte, sei das kein Grund, nachlässig zu sein, heißt es hier. Derzeit wird von einer Reduzierung der Hospitalisierungsrate in Höhe von 50 Prozent gegenüber Delta ausgegangen, von weniger Intensivpatient:innen in Relation zu allen Hospitalisierten und von einem drei bis vier Tage kürzeren Krankenhausaufenthalt, wenn es denn dazu kommt. Geimpfte, gesunde Menschen jüngeren Alters und Kinder seien, wie schon bisher, kaum von schweren Folgen betroffen.[42] Bezüglich der Hospitalisierungsquote ähnlich, aber im Verlauf wird in diesem Artikel wesentlich sträker auf kritische Aspekte insbesondere der deutschen Situation hingewiesen: „„Leider habe Deutschland «noch eine besondere Konstellation von Demographie und Immunität, die Sorge bereitet», sagte Keppler. «Wir haben etwa 17 Millionen Ungeimpfte, die meisten davon sind wahrscheinlich auch ungenesen. Davon sind etwa 2,5 Millionen über 60, haben also ein erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Verläufe, die eine Behandlung auf der Intensivstation zur Folge haben können. Das unterscheidet uns von anderen Ländern.““[43]

 Am Schluss folgt eine allgemeinere Aussage: „«Die Leute, die teilweise jetzt schon zum dritten Mal lautstark das Ende der Pandemie ausrufen, sollten ein bisschen zurückhaltender sein, weil viele Menschen dann unvorsichtig werden und größere Risiken eingehen.“

Wir können uns gut daran erinnern, wie im Jahr 2020 behauptet wurde, alle bisherigen Pandemien hätten gezeigt, dass es nach 18 Monaten damit zu Ende sei.  

  • Omikron und Spätfolgen 

Ein begreiflicherweise noch recht neues Thema haben wir mal einfach angeklebt: Wie sieht es bei der „milderen“ Omikron-Variante eigentlich mit den Spätfolgen, mit „Long-Covid“ aus?

„Auch über die Spätfolgen einer Omikron-Infektion ist bisher noch nicht viel bekannt. Experten gehen aber davon aus, dass es allein durch die hohen Infektionszahlen auch eine Flut an Betroffenen mit Spätfolgen geben wird. Denn bezüglich Long-Covid ist eins sicher: Menschen mit milden Verläufen oder gar asymptomatisch Infizierte sind nicht vor Spätfolgen geschützt. So rechnet auch Jördis Frommhold, Chefärztin an der Median-Reha-Klinik in Heiligendamm und führende Expertin in Sachen Long-Covid in Deutschland, mit einer Flut von Long-Covid-Patienten durch die von Omikron verursachten stark steigenden Infektionszahlen. Da laut einer aktuellen Studie ungefähr zehn Prozent aller Infizierten von Spätfolgen betroffen seien, geht sie davon aus, dass Omikron zu einem massiven Anstieg führen könnte: „So oder so ist hier aber von mehreren Hunderttausend bis zu Millionen Menschen die Rede, die Spätfolgen haben werden – und das allein in Deutschland, sagte sie dem „RND“.[44]

Auch diese Aussage werden wir mit weiteren zum Thema abgleichen, aber für heute ist unser Zeitbudget erschöpft, zumal wir ein technisches Problem zu bewältigen hatten und daher bereits den für diesen Report vorgesehenen Zeitrahmen erweitern mussten.

TH

[1] Mit zunehmender Vertiefung des Themas Corona verspüren wir das Bedürfnis, nicht nur Medien zu zitieren, die der Politik sozusagen hinterherschreiben, sondern auch solche, die eine eigene Meinung oder sogar eigene Recherchen veröffentlichen. Die Verbreiterung der Quellenbasis bedeutet bisher aber kein Abweichen von unserer überwiegend affirmativen Linie gegenüber einer strikten Corona-Politik bzw. einer solchen, die der Omikron-Welle unter Wahrung großer Vorsicht Rechnung trägt. Wir weisen künftig Publikationen aus dem „alternativen Spektrum“ hinter der Fußnotenzahl mit (AM) aus und schreiben zu dieser Quelle ein paar Zeilen in der Fußnote, wenn wir es für angebracht halten.

[2] Omikron-Welle nicht mehr zu überblicken: RKI gibt Schätzwerte (msn.com)

[3] ++ Corona-Fallzahlen: 140.000 Neuinfektionen in Deutschland – Karl Lauterbach mit düsterer Omikron-Prognose | Panorama (fr.de)

[4] Karl Lauterbach verteidigt Verkürzung des Genesenenstatus | WEB.DE

[5] COVID Live – Coronavirus Statistics – Worldometer (worldometers.info)

[6] Bundesländer | RKI COVID-19 Germany (arcgis.com)

[7] Bundesländer | RKI COVID-19 Germany (arcgis.com)

[8] Höchste Sterbeziffer seit 1946 – über eine Million Todesfälle 2021 + Auswirkungen von Corona? | Service Bevölkerungsdaten, Corona-Daten | Todesfälle, Sterbefälle – DER WAHLBERLINER

[9] Paul-Ehrlich-Institut: 73 Todesfälle wahrscheinlich durch Corona-Impfung (berliner-zeitung.de) – Bezahlartikel

[10] Bundesländer | RKI COVID-19 Germany (arcgis.com)

[11] RKI COVID-19 Germany (arcgis.com)

[12] Corona-Zahlen: R-Wert für Deutschland (corona-in-zahlen.de)

[13] Was Sie wissen müssen, bevor Sie zum „Boostern“ gehen | WEB.DE

[14] Epidemiologisches Bulletin 48/2021 (rki.de), Tabelle 1 auf Seite 5, Zusammenfassung Seite 8

[15] Charité-Forscher Sander hält vierte Impfung gegen Corona für „aktuell nicht so wichtig“ | rbb24

[16] EMA warnt vor zu häufigem Boostern – ZDFheute

[17] COVID-19: Erschöpfen zu viele Booster-Impfungen unser Immunsystem? | Wissen & Umwelt | DW | 19.01.2022

[18] Corona-News im Ticker: App soll Kunden vor schlechten Schnelltests bewahren | WEB.DE

[19] (AM) Paul-Ehrlich-Institut evaluiert Antigen-Schnelltests: 92% der Tests sind Schrott – SciFi (sciencefiles.org). Erstmals benennen wir im Corona-Report eine Quelle, die sich selbst dezidiert zu den „alternativen Medien“ zählt und die gesamte Corona-Politik der Regierung in Frage stellt, außerdem hat „SF“ gesellschaftspolitisch einen deutlich rechten Einschlag. Wir haben jedoch in anderen Zusammenhängen mehrfach festgestellt, dass Darstellungen von dieser Seite nicht als schlicht falsch abzutun sind. Machen Sie sich bitte selbst ein Bild und schreiben Sie uns, wenn Sie zitierte Aussagen widerlegen können.

[20] Corona: Labore verlangen Priorisierung von PCR-Tests (faz.net)

[21] PCR-Test: Goldstandard unter den Corona-Tests – infektionsschutz.de

[22] Klasse Gegen Klasse – Die Regierung setzt auf Durchseuchung – doch unser Leben ist mehr wert als ihre Profite!

[23] Studie: Viele Impfreaktionen wohl in Nocebo-Effekt begründet | WEB.DE

[24] Studie: FFP2-Maske wirkt sich bei Omikron und Delta unterschiedlich aus | WEB.DE

[25] [25] Umgang mit Corona: Politiker und Experten bereiten ein Ende der Pandemie vor – wann wird das Coronavirus endemisch? (msn.com)– via Handelsblatt

[26] Pandemie: Bund und Länder halten an Corona-Einschränkungen fest | ZEIT ONLINE

[27] Fauci spricht sich für Leben-mit-dem-Virus-Strategie aus (msn.com)

[28] Impfpflicht-Kritiker in Berlin auf der Straße: Demokratie-Idealisten in Aktion | Telepolis (heise.de)

[29] Christian Drosten und Karl Lauterbach geben Pressekonferenz zu Omikron | WEB.DE

[30] Nancy Faeser: „Niemand wird zwangsweise geimpft“ – WELT

[31] COVID-19-Impfpflicht – kein klares Bild in Politik und Wissenschaft (msn.com)

[32] [34] Corona-Virus: Karl Lauterbach erwartet Höhepunkt der Omikron-Welle Mitte Februar (msn.com)

[33] „Morning Briefing“: Lauterbach überrascht mit einer Kehrtwende bei der Impfpflicht | WEB.DE

[34] Gesundheitsminister Lauterbach stimmt die Republik auf schwere Zeit ein | WEB.DE

[35] Corona-Impfpflicht per Gesetz: Darum macht Lauterbach keinen Vorschlag | WEB.DE

[36] Corona-Impfpflicht: Weitere Details – Kommt sie im Sommer? – Berliner Morgenpost

[37] DIESE Zahlen schaffen Klarheit: So viele Ungeimpfte landen mit lebensbedrohlichen Covid-Erkrankungen auf den Intensivstationen (msn.com)

[38] Omikron: Ansteckung trotz Booster-Impfung möglich | aponet.de

[39] Coronavirus: WHO – Halb Europa könnte sich bis März mit Omikron infizieren – DER SPIEGEL

[40] RKI – Coronavirus SARS-CoV-2 – Fachliche Vorgaben des RKI für COVID-19-Genesenennachweise

[41] Tobias Hans zu Corona: „Überzeugt, dass Regeln nicht zu weitgehend sind“ – WELT

[42] Harmloses Omikron? Wie kritisch die Infektion wirklich ist | WEB.DE

[43] Virologe: Omikron nicht «mild» – Kliniken vor neuer Welle (msn.com)

[44] Long-Covid-Expertin warnt: „Mehrere Hunderttausend bis Millionen Menschen werden Spätfolgen haben“ (rnd.de)

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