Der Mackintosh-Mann (The MacKintosh Man, USA 1973) #Filmfest 761

Filmfest 761 Cinema

Ein Spion im Niemandsland des Spionagefilms

Die Handlung in einem Satz: Ein Mann namens Rearden wird vom britischen MI5 erfunden, um einen vorgeblichen Juwelenraub zu begehen, damit er in den Kreis der Hinterleute eingeschleust werden kann, die unter anderem eine Fluchthelfer-Organisation betreiben, hinter der höhere Kräfte des Landes stecken, die Einschleusung gelingt, aber jemand hat Rearden verraten und es wird gefährlich für ihn.

Der Eindruck nach dem Film? John Huston gehört zu den Regisseuren, die wir am meisten verehren. Wir haben für den Wahlberliner bisher „Asphaltdschungel“ und „Moby Dick“ rezensiert (noch nicht veröffentlicht), ersterer gehört bis jetzt zu den Highlights aus über 200 Rezensionen. Wir kennen seine legendären Filme wie „Der Schatz der Sierra Madre“, „African Queen“, den ikonischen „Malteser Falken“. Wie die meisten Regisseure, die in der „klassischen“ Ära Hollywoods ihr Handwerk oder ihre Kunst begannen, hat aber auch John Huston erkennbar Probleme, den Ton der 1970er zu treffen, zumindest in „Der MacKintosh-Mann“. Mehr dazu lesen Sie in der –> Rezension.

Handlung (1)

Joseph Rearden, ein Agent des britischen Geheimdienstes, lässt sich bei einem Diamantendiebstahl in London erwischen, den sein Chef MacKintosh und dessen Assistentin Mrs. Smith eingefädelt haben. Im Gefängnis soll Rearden mit einer Fluchthelfer-Organisation Kontakt aufnehmen um herauszubekommen, wer an der Spitze dieser Gruppe steht. Diese Organisation hat schon zu viele gefangene Spione außer Landes gebracht. Mit der Hilfe der Gruppe gelingt ihm und einem sowjetischen Agenten namens Slade die Flucht. Sie werden in einem geheimen Haus in Irland festgehalten.

In London informiert MacKintosh seinen Freund, den Abgeordneten Sir George Wheeler, über seinen Plan. Wheeler ist aber in Wahrheit der Kopf der Fluchthelfer-Organisation. Kurz darauf wird MacKintosh von einem Auto überfahren. Rearden wird gefoltert, doch ihm gelingt die Flucht aus dem Landhaus.

Rearden ist nun auf sich allein gestellt und nur Mrs. Smith, die sich als Tochter von MacKintosh herausstellt, ist ihm eine Hilfe. Gemeinsam fahren sie nach Malta, um dort Wheeler zu stellen. Wheeler hat Slade auf seiner Jacht versteckt. Rearden verständigt die Polizei, während Wheeler Mrs. Smith in seine Gewalt bringt. Widerwillig und ergebnislos durchsucht die Polizei die Jacht. Dabei kann Rearden abermals fliehen.

In einer Kirche findet der Austausch, freies Geleit für Wheeler und Slade gegen das Leben von Mrs. Smith, statt. Rearden ist nach kurzem Zögern einverstanden. Aber als Wheeler und Slade davon gehen, werden sie von Mrs. Smith brutal erschossen. Rearden und Mrs. Smith verbindet nichts mehr. Sie gehen getrennte Wege.

Rezension

Hustons Art zu filmen, wie wir sie kennen, ist erkennbar emotionaler und dramatischer als das, was er mit diesem Agententhriller auf die Leinwand geschickt hat – nämlich etwas Kühleres und verbal Offensiveres im Stil der neuen Polizeifilm-Welle, die sich als eines der Ergebnisse von New Hollywood gerade etabliert hatte („Dirty Harry“, „The French Connection“, beide aus 1971). Aber Huston schafft es nicht, so dreckig und rudimentär zu filmen, schon gar nicht mit dem glamourösen Paul Newman in der Hauptrolle. Und er schafft nicht den Wandel vom werteorientierten Kino zum scheinbar nur beschreibenden Filmen der 1970er, in dem die Moral nicht mehr mit dem großen Löffel oder der Soßenkelle verabreicht wird.

Allerdings sind auch die Filme der 1970er moralisch – weit mehr als die des heutigen Mainstream-Kinos, und sie sind viel erwachsener. Die Haltung wird  subtiler, fragender und relativierender, manchmal sogar nur unterschwellig an den Zuschauer übermittelt, und mit diesem neuen, vordergründig realistischen Stil hat Huston ganz offensichtlich Probleme gehabt. Nach „The MacKintosh Man“ konnte er aber, im Gegensatz zu anderen Regisseuren seiner Generation, die Kurve bekommen und noch einige beachtliche Filme drehen („Der Mann, der König sein wollte“, „Die Ehre der Prizzi“).

Plusnullminus

+        James Mason als Bösewicht. Wenn es einen vorhersehbaren Fiesling im Gewand eines hohen Politikers gab, der so richtig schön vorhersehbar war, dann sicher Mason in der Rolle des Sir George Wheeler, der Patriotismus predigt und für die Russen spioniert oder spionieren lässt. Aber wer „North by Northwest“ kennt, hat auch Vergnügen an dem Vergleich mit Hitchcocks Vorbildfigur Van Damm – und schließlich wusste man in diesem Film ja auch gleich, wer auf welcher Seite steht. Mason spielt elegant, aber nicht so gut wie in „North by Northwest“ – weil zu einer überzeugenden Rolle auch ein überzeugendes Drehbuch gehört, das die Figur in einen funktionieren Kontext stellt. Und er hat weniger Spielzeit als im legendären Thriller vom Meister des Suspense und weniger interessante, dramatische Szenen. Sein Ende in einer irischen Kirche ist zwar blutig und plötzlich, aber lange nicht so spektakulär wie der Showdown mit Cary Grant am Mount Rushmore.

–        Keine Tiefe und keine Symbolik. In Hitchcocks Film werden auch nicht alle Hintergründe der Schurken offen gelegt, aber das macht nichts. Das Symbolfinale auf den monumentalen Köpfen großer US-Präsidenten, die man in den 1930er Jahren in den Fels des Mount Rushmore gehauen hat, sagt alles. Es geht darum, ob die Demokratie siegt oder die dunklen Mächte. Klar gewinnt das Gute mit dem Zufalls-Agenten Roger O. Thornill (Cary Grant). Hustons 14 Jahre später entstandener Thriller ist erstaunlich unsymbolisch, sozusagen plain – insbesondere für Hustons Verhältnisse. Nicht nur das, er hat auch keine klare Haltung. Er verwechselt die zynische Darstellungsweise, die in den 1970ern, nach den Kennedy-Morden, nach Vietnam und Watergate aufkam, mit einer nihilistischen Philosophie. Zwar steht MacKintosh für das Gute und Wheeler für das Schlechte, aber das Gute nimmt den Verlust eigener Leute in Kauf und das Schlechte nimmt für sich in Anspruch, auch gute Gründe zu haben – wie etwa den Glauben an den Kommunismus. Auch das kennen wir prinzipell aus sehr guten Agentenfilmen wie „Der Spion, der aus der Kälte kam“ – doch dort zerbricht ein im Grunde integerer Mann namens Limes (gespielt von Richard Burton) an den zynischen Methoden der Geheimdienst-Oberen.

–        Anders Rearden alias Newman: Beinahe roboterhaft arbeitet dieser sein Ding ab und nimmt es sehr stoisch, dass er sich als kleine Figur in einem großen Schachspiel ermittelt. Selten hat man Paul Newman so zurückgenommen, humorlos und indifferent gesehen wie in „Der MacKintosh“-Mann. Am Ende ist er sogar zu einem Deal mit Wheeler bereit und nur die junge und idealistische MacKintosh-Tochter „Mrs. Smith“ (Dominique Sanda) verhindert dies, indem sie Wheeler erschießt. Es ist nicht unsere Aufgabe, die mangelnde Moral einer Hauptfigur zu beklagen, es gibt so wunderbare Bösewichte, das AFI (American Film Institute) hat sogar eine Liste der 100 besten davon in US-Filmen herausgegeben. Es gibt auch viele zweifelhafte Helden und Antihelden, gerade im Film noir, in dem John Huston zuhause war, bevor er sich genremäßig erweitert hat. Rearden aber ist ein Zwitter, der zwar für die richtige Seite arbeitet, dies aber ohne innere Überzeugung. Zumindest sehen wir nichts davon. Das ist etwas anderes als innere Zerrissenheit oder Ambivalenz. Am Ende scheint es ihm sogar beinahe gleichgültig, dass „Mrs. Smith“ ihn stehen lässt, weil sie sich nicht mit jemanden anfreunden mag, der einen Deal mit dem Mörder ihres Vaters eingehen will. Eine richtige Liebesgeschichte gibt es bis dahin auch nicht. Sex wird angedeutet, und dies auf eine ziemlich hölzerne Weise, die weder den traditionellen Mustern entspreicht, wie Gefühle gezeigt werden, noch James Bonds Playground wirklich nachbilden kann. Natürlich ist man heute schlauer und weiß, wie der Film sich weiterentwickelt hat, doch John Huston hat hier in der Zeit des Umbruchs seine früher sehr sichere Peilung fürs Menschliche verloren, die uns in seinen großen Werken so wunderbar gezeichnete, vielschichtige aber doch entschlüsselbare Figuren gegeben hat.

–        Leider setzen sich die Probleme beim Plot fort – bzw. dort, beim Drehbuch von Walter Hill (von dem wir zuletzt seine Regiearbeit „Geronimo“ rezensiert haben), haben sie vermutlich angefangen. Die Hintergründe, zum Beispiel der von Rearden, bleiben lange Zeit kryptisch, obwohl der Film so einfach gestrickt ist – chronologisch, ohne Nebenhandlungen, ganz aus Reardens subjektiver Sicht. Warum ein so großes Geheimnis daraus gemacht wird, ist unverständlich, denn es spielt lediglich eine Rolle gegenüber den Spionen und für den Zuschauer ist sowieso klar, dass Rearden eine fremde Identität angenommen hat. Ob diese stimmig wirkt, können wir anhand der deutschen Fassung weniger gut beurteilen als US-Kritiker, die aber haben den schlechten australischen Akzent von Newman bemängelt – in der deutschen Fassung spricht niemand in diesem Film mit Akzent, auch nicht die Iren, deren malerisches Land teilweise als Schauplatz dient.

Die einzelnen Elemente der Handlung sind nicht ausgespielt und Wheelers Verortung viel zu offensichtlich. Wer sich gleich am Anfang als scheinbarer Bösewicht outet, und das im Parlament, weil er sich als Patriot bezeichnet, als sei es ein Schimpfwort, kann nur ein falscher Patriot und ein echter Verräter sein. Später wird auch etwas von einem „Right-Wing“-Politiker angedeutet, was nichts anderes heißt, als dass in den frühen 1970ern à la mode die Konservativen nicht gut wegkommen und unter ihnen offenbar mehr Schurken zu finden sind als z. B. in der Labour Party. Natürlich entspricht diese Haltung auch der Hustons, der ein ausgewiesener Pazifist und Liberaler war. Wenn man den weiteren Verlauf der Geschichte betrachtet (US-Präsident Richard „Tricky Dick“ Nixon war zum Zeitpunkt des Drehs von „The MacKintosh Man noch im Amt, aber Watergate warf bereits Schatten voraus), muss man sagen, da ist etwas dran, wie später auch die US-Administration von George W. Bush belegt. Trotzdem ist die politische Seite des Thrillers zu vage, und wenn man bedenkt, dass auch die actionmäßige nur mäßig ist, bleibt nicht sehr viel Substanz.

–        Action. Doch, die darf man bei einem Agentenfilm bewerten. Eine Verfolgungsjagd zwischen einem Ford Transit-Pickup und einem schon damals etwas älteren Mercedes bildet den Höhepunkt des Films. Alle paar Sekunden fährt eines der Autos in die für Irland typischen, niedrigen Mauern, die Felder und Gemarkungen trennen, aber die Autos bleiben dabei mechanisch gesehen heil und natürlich ist ein Ford Pickup weitaus besser über den rutschigen Grund zu steuern als ein Mercedes. Vielleicht, weil Paul Newman am Steuer sitzt, und der fährt ja quasi ohne Emotionen durch die Welt, was nichts anderes als maximale Aufmerksamkeit auf dem Job bedeutet. Okay, die Limousine stürzt von den Klippen ins Meer. Ein Landsitz der Fluchthelferbrigade brennt nieder, doch, da ist ein wenig Symbolik drin, wie die vorgeblichen Biedermänner ihre Kunstschätze verlieren.

Und ihre Fassade, wie auch Wheeler. Aber dies ist, wie auch die Gefängnissequenz, sehr plan und bar jeglicher Raffinesse inszeniert. John Huston ist nicht der Regisseur, der die geschliffensten und hintergründigsten aller Dialoge auf die Tonspur des Zelluloids gebracht hat, dafür waren mehr die amerikanischen Regisseure deutscher Zunge berühmt (William Wyler, Billy Wilder, Ernst Lubitsch), aber in diesem Film tragen auch die ganz und gar kunstlosen Worte zum rudimentären Eindruck des Films bei. Auch Newman wird wohl gemerkt haben, dass für dieses Werk keinesfalls eine Oscar-Nominierung auf ihn zukommen wird. Das mag ihn dabei unterstützt haben, nicht sein Bestes, sondern nur das Notwendige zu geben. Mit Agentenfilmen hat Newman nicht immer Glück gehabt. Der recht gute „The Prize“ ist eher die Ausnahme, auch bei Hitchcock ist es ihm passiert, dass er ausgerechnet in einem der schwächsten Filme des Meisters die männliche Hauptrolle innehatte („Der zerrissene Vorhang“, Rezension beim Wahlberliner wird auf dem Filmfest im Rahmen einer Hitchcock-Retrospektive veröffentlicht).

        Verhältnisse der Menschen zueinander. Es gibt keine klaren Definitionen, wer ist was für wen. MacKintosh ist Newmans Vorgesetzter, doch eine emotionale Farbe hat dieses Dienstverhältnis nicht, auch die Vater-Tochter-Beziehung wird außen vor gelassen, ebenso die von Newman zu den Menschen im Gefängnis. Nur einmal äußert er sich – und zwar positiv über den Spion Slade, der mit ihm befreit wird, aber auch dafür gibt es nicht wirklich einen Grund, ein Zusammenwachsen der beiden ist auch während der gemeinsamen Wartezeit auf den „Weitertransport“ kaum zu erkennen.

–        Logik. Ein angloamerikanischer Film mit einer Kriminalhandlung hat wenigstens logisch zu sein, wenn er sonst nicht so viel bietet.  Logisch im Sinn von vorstellbar, was die handelnden Personen angeht – und logisch in der Sache. Aber bei Letzterem hapert es hier ebenfalls. Warum muss Rearden einen echten Briefträger zusammenschlagen, um wegen des Juwelenraubes angeklagt zu werden? Die Gewalt hätte man genauso fingieren können wie die ganze Juwelendieb-Story, ohne dass ein Unschuldiger wirklich zu Schaden hätte kommen müssen.

Eine eingeweihte Person wäre als Zeuge auch zuverlässiger gewesen. Warum zieht Rearden sich erst auf der Flucht um – damit ihn der Briefträger später auch ja wiedererkennt? Für einen angeblich so gerissenen Juwelendieb ist das dilettantisch. Auch die Art, Juwelen mit der Schneckenpost zu transportieren, weil Kuriere zu aufwendig geworden sind, welche diesen Überfall erst notwendig macht, kommt uns  unrealistisch vor. Alles von Wert hat seine besonderen Transportwege und Überwachungsmechanismen, ein als billiges Päckchen getarnter Brief, in dem Diamanten im Wert von 140.000 Pfund Sterling transportier werden (in heutigen Euro mehr als eine Million) , ist Unfug.

Auf die Konstruktion dieses Verbrechens und die später Zeit in der Haftanstalt verwendet der Film überdies viel zu viel Zeit, wo doch das eigentliche Ding erst nachher ins Rollen kommt. Da ist aber schon der halbe Film vorbei. Dass Wheeler den Spion Slade auf seiner Jacht durchs Mittelmeer kutschiert, um ihn auf hoher See an ein russisches Schiff zu übergeben, ist vielleicht einem Abenteurer gemäß, aber doch keinem gewitzten Politiker, wie Wheeler einer sein möchte. Gut, reale Politiker sind auch schon auf wirklich dumme Weise mit ihren illegalen Machenschaften aufgeflogen, aber unseres Wissens gab es in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg und auch in Großbritannien noch kein Parlamentsmitglied, das wegen Hochverrats angeklagt wurde, wie es hier der Fall gewesen wäre, wenn Wheeler den Kirchgang auf Malta überlebt hätte. Wie die Flucht aus dem Gefängnis so reibungslos und rasch, aber doch erst nach 15 Monaten organisiert wird, erklärt uns niemand – vermutlich, weil der Film zeitlich aus dem Ruder gelaufen wäre, hätte man sich darauf eingelassen.

Finale

Der Mackintosh-Mann scheint von einer Gruppe Menschen gemacht worden zu sein, die keinerlei Sympathie und Verständnis für Spionage-Filme gehabt haben.“ – Roger Ebert[1]

„Intelligent gebauter und spannend in Szene gesetzter Politkrimi.“ – Lexikons des Internationalen Films[2]

„Altmeister John Huston zieht mit seiner packenden Inszenierung den Zuschauer in ein verwirrendes Rätselspiel: Eine falsche Fährte folgt der nächsten. Nur wer gut aufpasst, kann der Story folgen. Ein Polit-Thriller der Extra-Klasse nach einem Drehbuch von Action-Spezialist Walter Hill.“ – prisma.de[3]

Das Publikum der IMDb und wir tendieren eher zur Meinung von Roger Ebert (IMDb-Durchschnitt 6,3/10). John Huston sozusagen von unten zu betrachten, ist kein Desaster, alle großen Regisseure haben auch den einen oder anderen Film im Oeuvre, bei dem man nicht darauf käme, dass er von Meisterhand erschaffen wurde. Bei dem auch der typische Stil eines großen Regisseurs oft fehlt (nicht bei Hitchcock, selbst seine schwächsten Filme sind noch echte Hitchs), aber bei fast allen anderen kommt mit der Sicherheit für Timing, Figuren, Plots auch die Fähigkeit abhanden, die eigene Note für den Zuschauer erspürbar zu machen. Im Jahr darauf hatte John Huston als Schauspieler einen Auftritt in einem Film, der den alten Noir gut mit New Hollywood verknüpft: „Chinatown“ von Roman Polanski, die Rezension werden wir demnächst auf dem Filmfest zeigen.

Vielleicht wollte Huston sich austesten im neuen Stil der 1970er und dabei auf der sicheren Seite bleiben – sicher ist aber nur, dass „The MacKintosh Man“ keinen einzigen genialen Moment aufweist, solche gab es hingegen bei Hitchcock immer, auch wenn insgesamt nicht alles zusammenpasste. Kein Thrill wie im Malteser Falken, in „Key Largo“, „Asphalt Dschungel“, keine Charaktere zum Niederknien, wie in vielen Huston-Filmen, keine besonders elaborierte und stimmig ausgeführte Handlung – was bleibt, ist eine eher schwache Bewertung, von den vergebenen Punkten sind einige eben doch dem großen Team geschuldet, das hier am Werk war. Genie, das daneben greift, bleibt ja doch Genie. Und der Sonderpunkt resultiert aus den packenden Stunden, die wir mit John Huston—Filmen schon verbringen durften.

61/100

© 2022 Der Wahlberliner, Thomas Hocke (Entwurf 2015)

Stab und Besetzung

Regie John Huston
Drehbuch Walter Hill
Produktion John Foreman
Musik Maurice Jarre
Kamera Oswald Morris
Schnitt Russell Lloyd
Paul Newman: Joseph Rearden
Dominique Sanda: Mrs. Smith
Ian Bannen: Slade
James Mason: Sir George Wheeler
Michael Hordern: Brown
Harry Andrews: Mackintosh
Nigel Patrick: Soames-Trevelyan
Peter Vaughan: Inspektor Brunskill
Jenny Runacre: Gerda
Andre Trottier: Jobs
Roland Culver: Richter
Percy Herbert: Taafe
Robert Lang: Jack Summers
Noel Purcell: O’Donovan
John Bindon: Buster

 

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