Mietenwucher – heute die B. Z. kaufen // @Mieterproteste @MilieuschutzNK #IGHAB @HeimatNeue @lisapaus @MietenVEberlin #Mietenwahnsinn #Pankow #DW #DWenteignen #DeutscheWohnen #Berlin #Gentrifizierung #Gemeinwohl #Mietwucher #PrenzlauerBerg

2018-06-24 Medienspiegel

Medienspiegel 127 / Serie „Mieter!“

Am heutigen Samstag macht die B. Z. mit „Wut auf den Wucher – bis 75 Prozent Mieterhöhung“ auf.

Auf Seite 2 heißt es: „Wieder Wucher, wieder Wut und wieder die Deutsche Wohnen.“

Dieses Mal geht es um einen Gebäudekomplex zwischen Topsstraße und Eberswalder Straße am Prenzlauer Berg, an dem die DW Sanierungsarbeiten durchführen möchte. Im Anschluss sollen aufgrund der Modernisierungsumlage die Mieten erheblich ansteigen.

2019-02-03 B. Z. 2018-11-10 Mietenwucher Seite 1
Foto: Daniel Diekmann, IG HAB @HeimatNeue

Einerseits hat die DW offenbar die Medien bei einer Informationsveranstaltung nicht zugelassen, zu der viele Mieter_innen erschienen, andererseits versichert deren Sprecherin, dass nach der Renovierung niemand mehr als 30 Prozent seines Einkommens für die Miete ausgeben müsse – andernfalls er oder sie eine Härtefallregelung beantragen könne.

Das bedeutet, solche Fälle wird es doch geben und die Mieter_innen müssen individuell einen Bedürftigkeitsnachweis erbringen. Sofern sie nicht im Hartz IV-System verortet sind oder Wohngeld erhalten, dürfte das eine neue und sehr unangenehme Erfahrung für die Betroffenen sein.

Die von der B. Z. genannten bisherigen Mietpreise klingen moderat, aber das wären sie bei einer Erhöhung im genannten Ausmaß nicht mehr. Außerdem geht es darum, und dafür ist die DW bekannt,

2019-02-03 B. Z. 2018-11-10 Mietenwucher Seite 2
Foto: Daniel Diekmann, IG HAB @HeimatNeue

durch Erhöhungen von Mieten in großen Einheiten die Mietspiegel zu liften und dadurch Spielraum für weitere Erhöhungen zu schaffen.

Dies durch Aufwertungs-Schnickschnack zu erreichen, der von den Mieter_innen als unsinnig empfunden wird, ist eine beliebte Methode nicht nur der DW.

Zudem greift die Deutsche Wohnen die Mietspiegel direkt an, indem sie die bisherige Praxis für deren Erstellung für unzulässig erklären will.

Selbstverständlich dient auch dieses Vorgehen dazu, die Mieten noch schneller erhöhen zu können.

Der Vorgang Topsstraße / Eberswalder Straße darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern ist als Teil einer Gesamtstrategie der DW zu sehen, die es ihr mit ihrem großen Einfluss in Berlin erlauben soll, erheblich zur Verteuerung der Mietpreise beizutragen. Der Deutsche Wohnen S. E. gehören bereits mehr als 110.000 Wohnungen in der Stadt und gefährlich ist vor allem die örtliche Konzentration an Standorten wie eben dem Prenzlauer Berg.

Über die laufenden Vorbereitungen zu einem Volksbegehren „DW enteignen“ und zu Enteignungen allgemein haben wir unter anderem in diesen Beiträgen berichtet:

Karl-Marx-Allee – 700 weitere Einheiten für die DW?
„Immobilienfirmen enteignen?“ (DIE LUPE)
Deutsche Wohnen & Co. enteignen – 25.10.2018, 18:00 Uhr, Aquarium am Südblock,

TH / Dank an Daniel Diekmann für die Info und die Fotos

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