BREAKING: Mariannenstraße 33/34, Mehrzahl der Wohnungen für Investor mit Herz! + Wir waren auf dem WINTER-HOFFEST – kleiner Bericht und Impressionen! @kaddinsky @CorinthStr53 @200Haeuser @CanselK @LieblingXhain @gloreiche36 @f_schmidt_BB @DoebertSteffen @HeimatNeue @Box32b @u67bleibt

12.12.209

Liebe Leser*innen, erst vor vier Tagen haben wir über die Mariannenstraße 33/34 berichtet – vom Winter-Hoffest, das wir besucht haben. Wir machen es heute relativ kurz.

Wir hatten in unserem Bericht (auch unten angehängt) angedeutet, dass wir nicht alles weitergeben können, was  man uns erzählt hat, weil Vorgänge noch in der Schwebe sind. Damit war das gemeint, was der heutige Twitter-Thread der Mariannenstraßen-Gemeinschaft nun als vollbracht meldet – der Kauf der überwiegenden Zahl der auf dem Markt gelangten Wohnungen durch einen sozial orientierten Investor.

FireShot Capture 199 - Marianne34bleibt auf Twitter_ „Mehr Infos folgen bald. Heute erstmal _ - twitter.com

Michael Kölmel, der in diesem Jahr bereits ein Haus am Strausberger Platz in Friedrichshain als „Weißer Ritter“ übernommen hat, wird sicher keine Eigenbedarfskündigungen aussprechen und wir hoffen, dass die Mieten in der Mariannenstraße 33/34 weiter erträglich bleiben.

Unabhängig vom Mietendeckel und auch nach dessen Ende.

Wir bedanken uns herzlich fürs Vertrauen und dafür, dass wir heute wieder in den Verteiler gesetzt wurden – dadurch konnten wir auf die freudige Nachricht schnell reagieren.

Ist es nicht schön, wenn Hausgemeinschaften auch nach dem Verkauf noch und vor allem nach der Umwandlung noch etwas erreichen können?

Dass sie, wenn die Ausübung des bezirklichen Vorkaufsrechts lange nicht mehr möglich ist, noch Chancen sehen und sie ergreifen? Und dabei besser abschneiden, als wenn sie keine starke Gemeinschaft gebildet hätten, die ihr Möglichstes tut, um ihr Schicksal zu beeinflussen? Die aktiv nach einem passenden Käufer der Wohnungen sucht, wenn schon die Umwandlung nicht zu verhindern war?

Es war ein schwerer und langer Kampf für die Bewohner*innen der Mariannenstraße 33/34, der nun doch zu einem zufriedenstellenden Ende geführt hat.

Unser herzlicher Glückwunsch, noch einmal unsere Solidarität und ein Dank an die 200 Häuser, die in Kreuzberg gegründete Initiative, die in Fällen „nach dem Nicht-Vorkaufsrecht“, vor allem nach der Umwandlung in Eigentumswohnungen, Hausgemeinschaften einen Zusammenschluss anbietet, der sie stärkt.

Wenn mehr Infos erhältlich sind, updaten wir diesen Beitrag.

08.12.2019

2019-12-07 Mariannenstraße 34 TweetGestern Nachmittag haben wir zum ersten Mal seit über einem Monat wieder ein Hoffest besucht – wir waren in der Mariannenstraße 34 in Kreuzberg. In der Vorschau hatten wir über die Situation des Hauses berichtet. Die Vorschau ist auch an diesen Artikel angehängt.

Wir beschreiben Eindrücke von gestern und  machen eine kleine Bilderschau.

Wenn man am Kottbusser Platz aus der U-Bahn steigt, geht man nach rechts in die Reichenberger Straße, noch einmal um die Ecke, erreicht die Mariannenstraße und steht bald vor zwei sehr schönen Häusern, die leider aufgeteilt wurden. Die Wohnungen werden jetzt einzeln verkauft. Was uns auffiel, waren die ausgebauten Dachgeschosse und im Hof die Fenster, die auf Sanierungen / Renovierungen der einzelnen Wohnungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten schließen lassen, mindestens drei verschiedene Fenstertypen haben wir gezählt. Das sind kleine Beobachtungen am Rande.

Wir waren die ersten Gäste, wir mussten früh dran sein, weil wir uns vorgenommen hatten, bei der Luftdemo „Wir gehen steil!“ zum Erhalt der Meuterei mitzulaufen, die gegen 16 Uhr im Görlitzer Park starten sollte, aber wir standen nur wenige Sekunden vor dem hübschen Buffet, das im Hausgang aufgebaut war, gingen weiter in den begrünten Hof und wurden von Alex, einem Mieter aus dem Haus,  sehr nett begrüßt, der sich unter anderem für die Medienarbeit der Hausgemeinschaft engagiert. Er schilderte uns einige Details der Lage über unseren Kenntnisstand in der Vorschau hinaus. Wir geben hier nur Auszüge wieder, weil es sich zum Teil um laufende Vorgänge handelt.

Der Stand ist unter anderem, dass 3 von 16 Parteien ihre Wohnungen selbst kaufen konnten und dass z. B. die Wohnung von Alex nun auch eine neue Eigentümerin hat, zu der man gerade Kontakt sucht, um ein gutes Verhältnis aufzubauen. Die Spanne der Mieten reicht von 5,50 Euro / m² bis zu 11,50 Euro / m², Letzteres trifft auf Menschen zu, die vor zwei, drei Jahren eingezogen sind.

Unter der Ägide des Mietendeckels sollte es wieder möglich sein, zu diesen Preisen in der Stadt etwas Gutes zu finden – im Grunde würde das bereits jetzt gelten, wenn die Mietpreisbremse durchgesetzt würde. Aber es geht auch um Solidarität, ums Mitmachen, um zusammenbleiben wollen in einer Hausgemeinschaft, die sich gut versteht. Viele Häuser, die verkauft werden und z. B. ums bezirkliche Vorkaufsrecht kämpfen, werden bekannt, weil sie eine solche Gemeinschaft haben. Wo es dieses Gemeinschaftsgefühl nicht gibt, gibt es oft auch keine mediale Präsenz und keine schönen Hoffeste, auf denen man sich als Gast wohlfühlen und über die man schreiben kann.

Wir haben uns auch von dem üblichen Heckmeck nach Hausverkäufen berichten lassen. Im Grunde ist Widerstand gegen zuweilen damit verbundenen Eingriffe und Auswüchse Pflicht, aber man muss als Mieter*in vorsichtig sein, denn jeder aktiv vorgetragene Anspruch auf das Recht auf Wohnen, das Recht auf Datenschutz, auf die Privatsphäre etc. kann ja so schnell als gegen die Eigentümerinteressen gerichtet ausgelegt werden, egal, wie brav man seine Miete zahlt und wie pfleglich man mit der Mietsache umgeht. Eine seltsame Welt ist das, in der Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, fix aufpassen müssen, dass sie nicht unter die Räder einer immer noch in weiten Teilen sehr vermieterfreundlichen Gesetzeslage kommen. Sich dagegen zu wehren, ist nicht einfach und hat Initiativen wie e3K@riseup.net hervorgebracht.

Natürlich passiert sowas alles nicht in der Mariannenstraße 33/34. Wir hörten von durchaus unterschiedlichen Erlebnissen bei Besichtigungen und wie das Ganze manchmal etwas ausfasert – aber auch von Kaufwilligen, die durchaus nachdenklich werden, wenn sie mit den Subjekten konfrontiert werden, die in ihren Wunschobjekten leben. Wir wollen, um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen, nicht vergessen zu erwähnen, dass diejenigen, die mit dem Verkauf befasst sind, stets korrekt handeln, so, wie man es von der Berliner Immobilienwirtschaft kennt und wofür man sie schätzt.

Über allem schwebt die Angst, von neuen Eigentümern per Eigenbedarf gekündigt zu werden, denn es ist nun einmal ein schönes Ensemble, die Häuser Mariannenstraße 33/34, und je besser die Atmosphäre ist, die von engagierten Mieter*innen erschaffen wurde, desto eher müssen diese fürchten, dass Käufer das auch so empfinden und gerne selbst einziehen möchten. Es ist nicht paradox, dass solche Gefühle entstehen, aber es bekommt einen sehr bitteren Beigeschmack, dass die Rechtslage Verdrängung befördert.

Es muss endlich unterbunden werden, dass per Eigenbedarf gekündigt werden kann und mindestens in Milieuschutzgebieten muss ein Umwandlungsverbot her – auch wenn es für die Mariannenstraße und für die anderen im Verbund der 200 Häuser zu spät kommt. 

Inzwischen hat sich der Hof gefüllt und wir kennen das schon von Veranstaltungen wie dem Weisestraßenfest in Neukölln – die EIgentümer des Hauses, für die Mieter*innen Spielbälle sind, werden als Dosen zum Bewurf mit Spielbällen aufgestellt. So lernen Kinder frühzeitig und auf intuitive Weise, dass Passivität keine Alternative ist. Schon gar nicht im Häuserkampf. Mit einem Brettspiel konnte man sich Mietminderungen organisieren. Da haben wir lieber nicht mitgemacht, wer weiß, auf welche Ideen uns das gebracht hätte.

Auch die @HeimatNeue war nun eingetroffen und Menschen von der @Corinth53 aus Friedrichshain, die ebenfalls zum Kreis der 200 Häuser zählt und bei der wir im Oktober auf dem Fest beim Protestpodest waren.

Hoffeste sind gemacht zum Wohlfühlen, für die Solidarität, aber nicht zuletzt dafür, dass man neue Menschen kennenlernt, sich gegenseitig informiert und vernetzt, die Mieter*innenbewegung stärkt. Manchmal ergeben sich neue Aspekte und immer versichert man sich der Forderungen, die absolut notwendig sind, um die noch verbliebenen Bestandteile der sozialen Stadt zu verteidigen.

Wir mussten gegen 16 Uhr weiter, dadurch haben wir leider einige andere Gäste verpasst, mit denen wir gerne ein wenig gesprochen hätten – und grüßen heute die Mieter*innen der Mariannenstraße 33/34!

Impressionen vom Fest, Fotos von uns und der @HeimatNeue (Der Mieter*innen-Initiative der Habersaathstraße 40-48 in Berlin-Mitte), danach noch ein paar Tweets von weiteren Festbesucher*innen:

Weitere Besucher des Festes, die teilweise erst eintrafen, nachdem wir weitergezogen waren: Die @200Haeuser, die Hausgemeinschaften der @Box32B @U67bleibt und der @GloReiche 36.

TH

2019-12-07 Mariannenstraße 34 Teil 1Es ist an der Zeit, wieder über Häuser zu berichten. Die Mariannenstraße 33/34 in Kreuzberg ist der perfekte Einstieg – denn wer kennt die Mariannenstraße nicht? Sie liegt im alten Berliner SO 36 und wer kennt … genau.

Aber etwas ist anders. Bisher haben wir fast ausschließlich über Häuser geschrieben, bei denen es aktuell um die Ausübung des bezirklichen Vorkaufsrechts ging. Die Häuser in der Mariannenstraße wurden aber bereits verkauft und sind aufgeteilt und Eigentumswohnungen werden auf dem Markt angeboten. Wie fühlt sich das also an?

Wir werden es morgen genauer wissen, denn wir haben uns mit der @HeimatNeue verabredet, um zusammen aufs Winterhoffest zu gehen. In einer untenstehenden Darstellung heißt es, das bezirkliche Vorkaufsrecht werde geprüft, das dürfte aber einige Monate her sein und konnte in diesem Fall nicht angewendet werden, nicht mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft als begünstigter Käuferin und auch nicht, wie 2019-12-07 Mariannenstraße 34 Teil 2neuerdings häufiger der Fall, unter Zuhilfenahme von DIESEeG, wenn es richtig eng wird.

In den unten verlinkten Medienberichten ist nachzulesen, dass die Ausübung ohnehin nicht mehr möglich war.

Aber auch die Häuser, die schon aufgeteilt wurden und rechtskräftig an Investoren verkauft wurden, haben sich nun zusammengeschlossen zur Gruppe der „200 Häuser“ – sorry übrigens, dass wir bisher keine Zeit haben, bei einem Treffen vorbeizuschauen, das haben wir uns  vorgenommen, seit wir erstmals eines dieser Häuser besucht hatten, die Corinthstraße 53 in Friedrichshain. Auch die Mariannenstraßengemeinschaft hat uns netterweise mit einer @-Erwähnung im Ankündigungstweet eingeladen.

Auf der Seite der 200 Häuser steht auch schon einiges Wichtige über die Mariannenstraße:

2019-12-07 Mariannenstraße 34 Bild 1Zwei Häuser, ein gemeinsamer Hinterhof. Dieser wurde Anfang 2019 im Zuge von weitreichenden Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten durch einen Zaun geteilt.

Jetzt werden die Wohnungen Mariannenstr. 34 durch den Besitzer, die Wildhorn RP ZWEI GmbH, als Eigentumswohnungen im Internet für Preise von im Schnitt 4500 EUR/qm angeboten. Leider erfolgte die Aufteilung in Eigentumswohnungen schon 1998, weshalb Sperrfristen schon ausgelaufen sind.

Das Haus Mariannenstr. 33 wird momentan als Eigentumswohnungspaket an die Assoziation Bankrum Berta XXV GmbH & Co KG verkauft und ein Vorkaufsrecht gerade vom Bezirk geprüft.

Es ist eng, die Chancen gering, doch wir geben nicht auf! Wir werden uns nicht teilen lassen! Weder den Garten, noch unsere Hausgemeinschaft!!

Wir leben hier zum Teil seit fast 40 Jahren: Studenten, Rentner, viele türkischstämmige und junge Familien, Erzieherin, Gastronom, Friseur, Informatiker, Heizungsinstallateur, Auszubildender, Ärztin, Toningenieur, Frührentner, Einzelhandelsverkäuferin, Hausfrau, Schüler, Kleinkind und Baby.

Wir sind hier geboren, zugezogen, aufgewachsen und wachsen hier auf, teilweise in 3. Generation – 31 Wohnungen, knapp 80 Mieter und ein Späti.

Mariannenstr. 33 + 34 bleibt!!!

„Wir werden uns nicht teilen lassen“ bezieht sich nicht auf die Aufteilung des Hauses in Eigentumswohnungen, die ist leider vollzogen. Und damit ein wenig zurück in der Chronologie der medialen Berichterstattung. Am 22. August 2019 hieß es in „Tagesspiegel Leute„, die Wohnungen seien den Mieter*innen kürzlich für 4.700 Euro / m² angeboten worden. Die Umwandlung wurde bereits 1998 vorgenommen und 2009 erfolgte ein Weiterverkauf der beiden Häuser. Zum Tagesspiegel-Beitrag gehört ein Tweet, der Einblick in die Geschäftsvorstellungen der noch aktuellen Eigentümer der meisten Wohnungen gibt und von einer mehr als doppelten Miete gegenüber den aktuellen Preisen ausgeht – als Ausgangsbasis. Die Formulierungen in diesem Geschäftsbericht 2016 sind von üblicher Eindeutigkeit: Je mehr Mieter*innen ihr Haus verlassen bzw. entnervt aufgeben, während es z. B. saniert wird, desto besser. Solchen Zielen entsprechend werden dann oft die Sanierungsarbeiten durchgeführt. Die Reaktion der Hausgemeinschaft: Panik und Entschlossenheit zugleich:

2019-12-07 Mariannenstraße 34 Bild 2

In der Folge kam es zu politischen Solidaritätsbesuchen und am 7. September zum ersten Hoffest der Mariannenstraße. Selbstverständlich gab es auch eine Begrüßung von Seiten der HeimatNeue / IG HAB, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Initiativen medial einheitlich zu präsentieren, wenn sie neu in die Gemeinschaft der kämpfenden Mieter*innen eintreten. Für uns sind diese Social-Media-Module immer eine gute Hilfe, wenn es darum geht, den Überblick einigermaßen zu behalten. Was wir immer sehr schön finden, sind auch Solidaritätsadressen von anderen Häusern, hier, hier und hier, hier von den 200 Häusern, die dann meist auch die Hoffeste ihrer Schicksalsgenoss*innen besuchen.

Kurz nach dem Hoffest berichtete dann auch taz-Bewegungsspezialist Erik Peter über die Mariannenstraße, der Artikel trägt den vielsagenden Titel „Klingt illegal, ist es aber nicht.“ Gemeint ist das oben erwähnte Kaufangebot an die Mieter, das nur für zehn Tage aufrecht erhalten wurde, weil es nicht auf dem Mieter-Vorkaufsrecht basiert. Dieses kann zwei Monate lang ausgeübt werden – aber nur einmalig nach Umwandlung und erstem Verkauf. So kam es zu der beinahe kurios wirkenden Hoffnung der Mieter*innen, dass doch ein Investor das Haus als „Globalobjekt“ erwerben und weiterhin vermieten möge. Ergänzend so zu lesen: Hoffentlich unter der Ägide des Mietendeckels, sodass alle weiterhin im Haus wohnen bleiben können, zumindest für die nächsten Jahre. Es kam leider anders, wir haben es bereits erwähnt: Ein Immobilienmakler bietet die Wohnungen einzeln an und nun beginnt der Stress, den es im Milieuschutz nicht geben dürfte und eigentlich überhaupt nicht: Wird ein Eigentümer kaufen, um sie selbst zu nutzen oder Verwandte einziehen zu lassen? Wie man damit Schindluder treiben kann, haben wir am selben Tag wie bei unserem Besuch der Corinthstraße 53 in der Reichenberger Straße 73 in Kreuzberg erfahren.

Nein, das Eigentumsrecht steht nicht höher als alle anderen, das werden wir in den nächsten Jahren verstärkt klarzustellen haben. Denn wir erleben immer die gleichen, mehr als berechtigen Ängste auf der Seite der Mieter*innen – und viel Verdrängung, wenn Investoren und Käufer „ernst“ machen. Was bleibt vorerst? Gemeinsam kämpfen, solidarisch sein – und einander Mut zusprechen und Erfahrungswissen weitergeben. Und alles tun, damit die Politiker*innen, die sich für Mieter*innen einsetzen – sich durchsetzen können, in unserer Stadt für alle.

Wir schließen mit ein paar Infos zur Mariannenstraße. Wenn wir schon behauptet haben, dass sie so bekannt ist, sollte doch kurz erwähnt werden, warum:

Sie ist zwar nach Prinzessin Marianne von Preußen (1785–1846), Ehefrau von Wilhelm von Preußen benannt, zählt aber zu dem Kernbereich antikapitalistischer Kreuzberger Widerständigkeit, der untrennbar mit dem Namen Orianenstraße, Lausitzer Platz, Erster-Mai-Demos, Myfest usw. verknüpft ist. Auf dem Myfest waren wir zuletzt 2017. Mittlerweile hat man es weiter downgesized. Obwohl die heutigen Verhältnisse nicht mit denen der 1980er oder 1990er Jahre vergleichbar sind und die meisten Mieter*innen in den Häusern wohl am liebsten einfach wohnen würden, spürt man noch immer, warum Kreuzberg der Frontbezirk aller Berliner Kämpfe gegen die Auswüchse des Gierkapitalismus geblieben ist. Man kann sogar sagen, hier haben die Menschen frühzeitig geahnt, was komme wird. Die wilden Nächte vom 30. April auf den 1. Mai sind hinter die Legende zurückgefallen – dafür wächst die Mieter*innenbewegung mit jedem Haus, das in den Kampf eintritt. Wir freuen uns auf morgen, heute aber

unsere Solidarität mit den Mieter*innen der Mariannenstraße 33/34!

TH

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