Weiter an der Aufweichung der Birne arbeiten: Bitte alle mit dem Syndikat am 13.06.19 um 16 Uhr zum Kudamm 177, wo PEARS GLOBAL residiert! / @derjochen @SyndiCAT44 @Syndikat44 @KiezinAktion @nk_12049 @KiezinAktion @HeimatNeue @tagesspiegel @DoebertSteffen / #b1306 #PEARSGLOBAL #drugstorebleibt #Syndikatbleibt #wirbleibenalle #mietenwahnsinn

2019-05-17 Mieter kämpft um diese Stadt Häuserkampf

Wir überspringen einige Beiträge, in denen wir das Syndikat, die berühmte Kneipe im Schillerkiez von Neuköln, vor allem im Zusammenhang mit dem nicht vorhandenen Gewerbe-Milieuschutz erwähnt haben (tut sich da bald mal was?) und kommen zur nächsten ihrer Veranstaltungen (nach dieser, der Beitrag ist auch unten angehängt).

Zuletzt hat das Syndikat seine Eigentümer-Milliardäre von Pears Global am 23. Mai 2019 vor deren Berlin-Zentral Kudamm 177 genervt, morgen ist es wieder so weit! Wir bitten wieder alle, die es einrichten können, dorthin zu gehen und das Syndikat zu unterstützen!

„Do, 13.06, 16h vor (Ku’damm 177, U-Adenauerplatz),

Sa, 15.06, 13h Weisestr. / Herrfurthstr. (, U Boddinstraße) Teilen, Freund*innen einladen, vorbei kommen, laut sein!“

Richtig, am Samstag gibt es eine weitere Veranstaltung, darauf weisen wir nochmal gesondert hin. Hier noch einmal als eingebetteter Tweet:

Das Syndikat hat viele Unterstützer_innen in der Stadtgesellschaft gefunden, besonders freut uns aber, dass Pears Global dank deren Arbeit mittlerweile ein Name für Verdrängung geworden ist, den man  nicht unterschätzen darf und der in Berlin zu den „enteignungsfähigen“ Groß-Immobilienbesitzern zählen dürfte. Wir haben uns, Dank dafür an die IG HAB*, nochmal ein paar Tweets von den Medien zusenden lassen, welche nun die Arbeit des Syndikats erweitern und dadurch viel zur Transparenz in dieser Angelegenheit beitragen.

Leider sind wir noch nicht dazu gekommen, diese Nachrichten zu lesen, wir empfehlen dies aber ausdrücklich und werden es am Wochenende hoffentlich nachholen können. Es ist wichtig zu wissen, wie das lichtscheue Großkapital die Stadt unterwandert, um daraus die richtigen Schlüsse für den Kampf gegen den Mietenwansinn zu ziehen.

Hier mussten  wir lachen, nicht nur wegen des Titels, das Syndikat weiß, warum. Wer mag, kann mal bei uns unter „weiche Birne“ suchen.

Hier hat der Tagesspiegel also die Masche aufgenommen und daran weitergestrickt und verweist auf weitere Medien, die sich nun mit Pears Global befassen. Deswegen auch hier noch einmal zurück zum Kollektiv aus der Weisestraße, wo alles begann und wo es doch hoffentlich noch ein gutes Ende gibt:

SyndiCat ist die Kratzekatze vom Syndikat. Wer sie und die Forscher, Ärmelkanalüberquerer und Birnenweichmacher vom Syndikat kennenlernen will, der muss dort mal Abends hin auf ein solidarisches Getränk!

Was wir übrigens letzte Woche auch gesehen haben, als wir die noch bis morgen laufende Ausstellung zum Häuserkampf der letzten Jahrzehnte besucht haben: Dass das Syndikat schon 2016/17 bei Aktionen gegen den Mietenwahnsinn dabei war.

Morgen bitte alle um 16 Uhr zum Kudamm 177! Vielleicht von der Habersaathstraße aus, die uns bei der Recherche von Tweets für diesen Beitrag unterstützt hat (*die IG HAB ist die Hausinitiative der von spekulativem Leerstand bedrohten Häuser Habersaathstraße 40-48 in Berlin-Mitte). Dort findet morgen um 12 eine Demo gegen Verdrängung und Leerstand statt.

TH

Ohne Umschweife die Ankündigung der durch ihre Recherchen berühmt gewordenen Neuköllner Kiezkneipe:

„Donnerstag | 23.05. | 16 Uhr | Kurfürstendamm 177 (U Adenauerplatz)

Trotz Kündigung und Räumungsklage sind wir immer noch da. Damit das so bleibt, erinnern wir wie jeden Monat Pears Global vor ihrer Zentrale am Ku’damm daran, dass wir nicht locker lassen.

Direkt neben Pears Global befindet sich auch die Zentrale der Unternehmensgruppe Padovicz, die aktuell das anarcha-feministische Hausprojekt Liebig34 räumen will, sowie einer der Hauptnutznießer des misslungenen Bebauungsplan Ostkreuz ist.

Genug Grund also zu protestieren. Kommt vorbei, bringt eigene Reden, Schilder und Flyer mit. Lasst uns gemeinsam und solidarisch laut sein, damit “Wir bleiben Alle” endlich mehr als eine Phrase wird.“

Unten haben wir den letzten Beitrag angehängt, der sich mit dem Syndikat befasst, darin Links zu weiteren Artikeln. Der letzte Satz hat uns getriggert, weil wir leider genau das darin ausgedrückte Gefühl auch haben: Hier und da wird ein Haus kommunalisiert oder auch mal, am Jahresanfang, eine ganze Siedlung, aber dort, wo die Kieze zerstört und  Birnen-Firmen anheim gegeben werden, findet ein tägliches Sterben der Kultur statt, die genauso erhaltenswert ist wie irgendeine andere vom Aussterben bedrohte Art, nur dass die Art hier Milieu genannt wird.

Selbst, wenn dieses Milieu durch soziale Erhaltungssatzungen geschützt wird, können sich Investoren durch Abwendungsvereinbarungen aus der Affäre ziehen, die bei weitem keine Mieter_innen-Generation umschließen und außerdem, wie eigentlich alles, unzureichend kontrolliert werden. Die Staatsmacht ist eher damit befasst, die Verdrängungsbedrohten zu bedrängen (siehe Potse, Liebig34, Fall „BizimBakkal“ am 6.4.19 und andere).

Selbst für kiezverortetes, inhabergeführtes Gewerbe wie das Syndikat gilt der Milieuschutz sowieso nicht. Wir werden nicht müde, es zu wiederholen: Das muss sich dringend ändern, siehe auch das heutige Forderungspapier des Hauses Schöneweider Straße 20 im Bezirk Neukölln, in dem auch das Synidkat liegt, mit ihren zwei Kitas und unsere Anmerkung dazu.

Außerdem: Neue Berliner Linie. Nicht räumen lassen! Der Kudamm 177 braucht jeden Monat einen Besuch und es braucht noch etwas Zeit, bis hoffentlich auch in der Politik alle begriffen haben, dass diese Birne namens PEARS GLOBAL von der Giermade zerfressen ist. Darin, solches Fallobst des grundfaul gewordenen Kapitalismus über  Berlin herrschen zu lassen, kann nichts Gutes wohnen. Viel lieber die Häuser denen, die drin wohnen (oder eine kultige Kiezkneipe betreiben) und die das Salz dieser Stadt sind!

Bitte also alle morgen um 16 Uhr zur kapitalistischen Einkaufs- und Investorenmeile und Laut geben!

TH

Bietrag vom 16.05.2019 zum Reichenberger Kiezfest:

Nach dem großen Wochenende der vielen Häuser richten wir den Blick wieder auf die verdrängten Kiez-Institutionen und -projekte. Sie alle kämpfen ums Überleben in der Stadt und oft ohne echte Unterstützung, da sie beispielsweise keine Milieuschutzregelungen in Anspruch nehmen können. 

Gegen rüde „Investoren“ und gegen die Politik müssen sie ankämpfen. Den einen bringen sie nicht genug Profit, von den anderen werden sie im Stich gelassen, z. B. in der Form, dass der zuständige Bezirk es nicht schafft, sie adäquat unterzubringen, weil der Finanzsenator offenbar in der ganzen Stadt keine anderen Räume für ein paar zusätzliche Büros findet.

Sie alle müssen den Eindruck haben, dass sie im Rendite-Berlin nicht erwünscht sind und dass insgesamt eine Stimmung herrscht, in der die Belange jener, die aus Straßenzügen erst Kieze machen, kein Gehör findet. Nicht einmal für letzte Inseln dessen, was die Stadt einst ausgemacht hat, scheinen die Verantwortlichen noch ein Herz zu haben.

Der Mietenwahnsinn ist großflächig und zeigt viele Erscheinungsformen, eine besonders bedrohliche ist die Schutzlosigkeit von inhabergeführtem Kleingewerbe und von linken Institutionen, die keinen Profitcharakter haben, sondern Anlaufstellen und soziale Freiräume sind bzw. anbieten. Im März 2019 gab es die Demo „Interkiezionale„, danach viele Aktionen der Kollektive oder auf bestimmte Kieze bezogene Veranstaltungen, wie hier.

Am 18.5., auf dem berühmten Reichenberger Kiezfest in Kreuzberg, zeigen sich die Bedrängten und Gekündigten, die mit Räumung Bedrohten wieder zusammen. Hier zunächst ein Tweet von „SyndiCAT“, einer der Präsenzen der Kiezkneipe Syndikat in Neukölln, deren Aktivist_innen das Recherchieren von Eigentümern („Investoren“) populär gemacht haben. Zuletzt haben wir hier über sie berichtet, an diesem Abend ging es um Pears Global, die das Syndikat ausfindig gemacht hat. Über die in unserem Bezirk angesiedelten autonomen Jugendzentren Potse und Drugstore haben wir vor allem um den Jahreswechsel 2018/2019 herum berichtet, als der Mietvertrag für ihre  Räume auslief und nicht verlängert wurde.

Wie das Syndikat halten die Aktivist_innen der Potse die angestammten Räume bisher besetzt.

Zum Fest haben wir diese Ankündigung gefunden:

„REICHENBERGER KIEZFEST

Reichenberger Kiezfest – Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“

Auch in diesem Jahr wird es wieder ein legendäres Reichenberger Kiezfest geben. Und weil es letztes Jahr so schön war, wollen wir dieses Jahr gleich zwei Tage gemeinsam feiern: 

18.05.2019 14:-19:00 Uhr (Stände) – Fest bis 22:00 Uhr

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ gibt es Pommes, u.a. Live-Musik von Lena Störfaktor, Guts Pie Earshot, Info-Stände, Showeinlagen, Kiez-Mucke, Redebeiträge, Essen, Trinken und viel mehr.

Das Straßenfest ist eine nicht kommerzielle Veranstaltung von Anwohner*innen  und Initiativen – für eine lebendige  Nach­barschaft – gegen Aufwertung und Verdrängung. Es  bietet die Gelegenheit für Menschen und Gruppen, sich kennenzulernen, zu vernetzen und gemeinsam zu feiern. Es wird ein Fest von und für große und kleine Leute: mit Musik, Film, Spielen, Infos, Reden, Austausch, Essen …Das Straßenfest findet auf der Reichenherger Straße zwischen Ohlauer Str. und Lausitzer Str. statt.“

Hier gibt es eine Plakatvariante, auf der angegeben ist, wo denen das Fest stattfinden wird: auf der Ohlauer und der Lausitzer Straße.

Etwas Historisches haben wir auch gesehen, offenbar war das Reichenberger Kiezfest 2017 im Spätsommer – und damit kurz vor den letzten Bundestagswahlen, die den Mieter_innen noch nicht viel Glück gebracht haben.

Kennt jemand noch Martin Schulz? Dass der anderen Person, um die es hier geht, die Mieter_innen wurscht sind, wissen wir alle – und sie ist immer noch da und macht in vielen Bereichen Politik von vorgestern (ihre Nachfolgerin als Parteichefin lässt erkennen, dass sie Politik von vorvorgestern machen möchte und hält u. a. die Not der Mieter_innen für Populismus).

Der Mietenwahnsinn schreitet derweil voran und gefährdet immer mehr Menschen. Solidarität wird wichtiger mit jedem Tag. Am Samstag wird’s draußen auch nicht mehr so ungemütlich kalt sein wie heute.

Unsere Solidarität mit der Meuterei, mit Liebig34, mit Drugstore und Potse, mit Kamil Moden und mit dem Syndikat!  

TH

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