Unser heutiger Empfehlungsbeitrag stammt vom promovierten Geographen Alexander King und erschien gestern im Magazin „Nachdenkseiten“.
„In meinem „früheren Leben“ habe ich als Geograph mehrere Forschungsaufenthalte in Haiti absolviert und mich dort mit Entwicklungsstrategien und Migration befasst. Die Perspektive des Südens fehlte mir in der (sehr deutschen) Migrationsdebatte der letzten Jahre hierzulande. Deshalb habe ich diesen Beitrag verfasst, der jetzt auf den Nachdenkseiten erschien“, schreibt Alexander King auf Facebook.
Auf die deutsche Perspektive wird im Beitrag nicht eingegangen, aber man darf sie sich hinzudenken und muss den Artikel vor dem Hintergrund der Debatte um eine tatsächlich solidarische linke Migrationspolitik verstehen.
Wir haben beispielsweise Darstellungen aus der Rosa-Luxemburg-Stiftung gelesen, die sich mit der Arbeitsmigration befassen und anders tendieren – wichtig ist uns, dass sachlich und mit Zahlen berichtet und unser wirtschaftspolitischer Ansatz, der nicht ohne belastbare Zahlen auskommt, dadurch berücksichtigt wird – gerade bei einem hierzulande so emotional aufgeladenen Thema wie dem der Migration in allen ihren Formen und mit allen ihren Folgen ist das besonders wichtig.
Wir gehen aufgrund unserer derzeitigen Ausrichtung auf den #Mietenwahnsinn nicht mehr in medias res, wie wir es in der Anfangszeit des neuen Wahlberliners noch getan haben, aber wir haben auch nie in einem Land des globalen Südens geforscht. Daher freuen wir uns, diesen von kundiger Seite verfassten Beitrag empfehlen zu können.
Klarstellung: Alexander King ist Vorsitzender des Bezirks der LINKEN von Tempelhof-Schöneberg in Berlin und und ichkenne ihn in dieser Funktion persönlich.
TH
EBA 19
Kritisch schauen und immer wieder Beiträge außerhalb des Mainstreams und vor allem jenseits unserer aktuellen Zentralthemen lesen, über die wir selbst schreiben – das ist eine Aufgabe, die der Wahlberliner sich gestellt hat.
Wir empfehlen. Manchmal kommentieren wir die Empfehlungen auch oder versuchen, die darin geäußerten Gedanken weiterzuführen. Unsere bisherigen Beiträge der Serie „Jeden Tag ein Blick nach draußen“:
- Tag der Lebensmitelverschwendung (Blog Campogeno)
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Der Grund-Konflikt. Enteignungen würden soziales Unrecht bei einer seiner Wurzeln packen: dem Privateigentum an Boden (Roland Rottenfußer, via Rubikon)
- Update: „Der Siegeszug der Wohltätigkeit“ – Bill Gates greift dem SPIEGEL unter die schwachen Arme (Norbert Häring + meedia)
- Der Siegeszug der Wohltätigkeit: Egal ob im globalen Norden oder Süden – private Stiftungen sind Teil des Problems, nicht der Lösung (Linsey McGoey, Adamag)
- Es geht ums Ganze! Nicht nur Assanges Leben steht auf dem Spiel — auch der Fortbestand der Pressefreiheit und damit ein Grundpfeiler der Demokratie (Jake Johnson, Pressefreiheit, Rubikon)
- Für Irrlichter sich ausbrennen lassen (Bärbel Weisshaupt, Gesellschaft / Arbeit / Wirtschaft, Blog Heimart)
- Linke Kontroverse um Repression in der DDR (Sebastian Bär, Gesellschaft, nd)
- Ein Plädoyer für den gepflegten Streit (Gerhard Kugler, Gesellschaft, Neue Debatte)
- Manning / Assange – Erklärung der ILANA (Gesellschaft, via Augen auf! Und durch …)
- Die soziale Rutschbahn – als Folge falscher globaler Weichenstellungen geht es mit … (Werner Voß, Wirtschaft / Gesellschaft, Rubikon)
- Unternehmen werden zur Sparbüchse der Aktionäre (Norbert Häring, Wirtschaft, Blog Geld und mehr)
- Neues aus den Unterklassen: Panik vor Karlsruher Hartz-IV-Urteil? (Susan Bonath, Gesellschaft, RT Deutsch)
- 21th Century Victorians (Jason Tebbe, Gesellschaft, Jacobin)
- Wider die Mär vom Humankapital (Norbert Häring, Wirtschaft, Blog Geld und mehr)
- 100 Jahre Faschismus: „Mussolinis Terrorschwadronen – vor 100 Jahren wurde mit der Gründung der Fasci di combattimento die Keimzelle des italienischen Faschismus gelegt“ (Gerhard Feldbauer, Geschichte, Junge Welt)
- „Klimareligion – Das erste Buch Greta“ (Jan Fleischhauer, Umwelt & Klima, Der Spiegel)
- „Atlantisch bleiben, europäischer werden“ (Sevim Dagdelen, deutsch-französische Militärpolitik, Spiegel online)
- „Gelenkte Kritik: Die Eliten manipulieren unser Denken und Handeln zum Umweltschutz“ (Susan Bonath, Umwelt & Klima, Telepolis)
- „Instrumentalisierte Ökologie“ (Bärbel Weisshaupt, Umwelt & Klima – Blog Heimart)
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