Made in China 2025 – zunehmende Risiken #China #China2025 #IntellectualProperty #Seidenstraße #NeueSeidenstraße

2019-01-05 medienspiegel aktuelles formatWir haben eine lange Pause gemacht, unsere China-Serie betreffend, doch immerhin können wir an „China 2025“ anknüpfen, das in diesem letzten Beitrag vom 28.12.18 erwähnt wird.

Heute verweisen wir nur   auf diesen Beitrag, der im „China Intellectual Property Blog“ erschienen ist.

Es ist ein kurzer Artikel, unser eigener Text dazu wird noch kürzer ausfallen. Wir wollen damit lediglich wieder in die Diskussion um China2025 einsteigen und auf die Risiken hinweisen, die im China-Geschäft für westliche Unternehmen liegen. Dass ausländische Unternehmen ersetzt werden sollen, ist bekannt – aber das Fazit: „Für westliche Unternehmen kommt es jetzt darauf an, sich im Geschäft mit China zu halten. Dazu müssen sie auf Basis zuverlässiger Informationen valide Szenarien entwickeln, ihre Strategien anpassen und ihr geistiges Eigentum und Know-how schützen“ etwas lapidar.

Vielmehr ist es angezeigt, darauf hinzuweisen, dass in Deutschland mittlerweile bedenkenlos chinesische Technologie für die öffentliche Infrastruktur eingesetzt wird, weil heimische Unternehmen nicht mehr mithalten können. Wer die technologische Abhängigkeit von den immerhin noch demokratischen und in ihren Reaktionsmustern, Trump hin oder her, halbwegs bekannten USA beklagt, das aber gut findet, misst nicht nur mit zweierlei Maß, sondern hat die chinesische Wirtschaftsstrategie offenbar nicht verstanden. Möglich, dass die KPCh bei ihren Plänen Rückschläge erleidet, weil die Weltkonjunktur weiter zurückgeht und der Staat sich zu stark verschulden muss, um seinen Wachstumskurs zu halten – aber das Potenzial ist da und wird nicht einfach durch die nächste Wirtschaftskrise verschwinden und alles ist wie früher, als die westlichen Industrienationen, später flankiert durch ein paar asiatische Tigerstaaten und Japan, das Geschäft unter sich aufteilten.

Es spricht nichts dagegen, China seinen gerechten Anteil zukommen zu lassen, und der ist hoch, angesichts der großen Bevölkerung, aber dafür wird einerseits weiteres Wirtschaftswachstum auf einem hochgradig belasteten Planeten vonnöten sein und zweitens ist noch nie ein Staat, der sich zunehmend imperialistisch aufstellt, freiwillig beim „gerechten Anteil“ stehen geblieben, denn wer die Macht dazu hat, definiert diesen Anteil selbst. Die Idee der US-Administration, China noch irgendwie aufzuhalten oder einzudämmen, bevor es ganz zu spät ist, kann man gut nachvollziehen – nur sollten sie dann nicht so dumm sein, sich gleichzeitig gegen das ohnehin schwächelnde Europa zu stellen und es damit China in die Arme zu treiben. Die innere Schwäche der EU zeigt jetzt schon starke Auswirkungen, weil einzelne Länder sich China gegenüber ganz unterschiedlich verhalten.

Weitere Artikel zur China-Serie:

2019 – Was sagt uns die Schwindsucht der Aktienmärkte (mit Anmerkung zu China 2025)
„Der Volksfeind“ – Zensur der Berliner Schaubühne in China
So groß und so klein ist China
Werden die Chinesen neue Menschen? (Die Zeit, 1956)
Mission: Chinesen abwehren – Bundesregierung will Außenwirtschaftsverordnung verschärfen (Junge Welt)
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China: Höher, weiter, schneller (DIE ZEIT) – Grunddaten zu China
Cina: Das Ziel ist die Welt (DIE ZEIT)
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China bekommt Handelsstreit zu spüren (OnVista)
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© 2019, 2018 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

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