Der Zinker (D 1963) #Filmfest 85 #EdgarWallace

Filmfest 85 A "Special Edgar Wallace" (11)

2020-08-14 Filmfest AKein Guru, dieser Krischna

Die Handlung in einem Satz, ohne Auflösung: Der Zinker kauft selbst oder verzinkt die Unterwelt von London an Scotland Yard. Nach einem Mord durch Schlangenbiss, der auf den Zinker zurückgeführt wird, ermittelt Scotland Yard nun gegen den Mörder, obwohl es doch praktisch wäre, sich weiterhin dessen Informationen zu bedienen und ein Auge zuzudrücken, solange nur Freunde des Verbrechens dabei zu Schaden kommen. Die Spur führt zu einer Tierhandlung, die Schlangen im Angebot hat.

Erstmalig standardisieren wir Rezensionen optisch und inhaltlich – alle Edgar Wallace-Filme, die wir uns für den Wahlberliner angeschaut haben, werden wir nach dem nachfolgenden Schema rezensieren. Die Rezensionsfolge entspricht nicht der Drehfolge der Filme, aber da wir die Veröffentlichung nicht sofort vornehmen werden, können wir nach Abschluss der Wallace-Rezensionen die Chronologie nachträglich wiederherstellen. Alle bisher veröffentlichten Kritiken anlässlich des „Edgar Wallace Special“ finden sich hier (1).

„Der Zinker“ ist der 14. Film der deutschen Edgar Wallace-Reihe der Nachkriegszeit und gehört mit 2,9 Millionen Kinobesuchern zu den erfolgreicheren Titeln dieser Produktionsreihe, die mit „Der Frosch mit der Maske“ im Jahr 1959 begann und nach 38 Filmen im Jahr 1972 mit „Das Rätsel des silbernen Halbmonds“ endete. Das Jahr 1963, in dem „Der Zinker“ entstand, zählt zur Hochphase dieser Verfilmungen, in der bereits ein eigener Stil gefunden war, der einige Elemente von hohem Widererkennungswert zeigte, aber noch genug Frische und Engagement vorhanden war, um jedem Film Spannung, Individualität – und einen gehörigen Schuss Humor mitzugeben. Mehr dazu steht in der -> Rezension.

Fakten zum Film

  •  Der Film wurde vom 22. Januar bis 28. Februar 1963 in West-Berlin und London gedreht.
  • Der erste Edgar-Wallace-Film in Ultrascope hatte in Deutschland am 26. April 1963 Kinostart.
  • Egon Eis, der bereits 1931 am Drehbuch zur ersten deutschen Verfilmung von „Der Zinker“ mitgewirkt hatte, hatte 1961 ein Treatment zu diesem Film verfasst. Als Drehbuchautor wurde schließlich aber Harald G. Petersson verpflichtet.
  • Zum zweiten Mal beteiligte sich eine französische Firma an den Produktionskosten eines Wallace-Krimis der Rialto Film.
  • Die Außenaufnahmen des Films entstanden in West-Berlin und zum vierten Mal nach „Der Frosch mit der Maske“, „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ und „Das Rätsel der roten Orchidee“ in London. Außerdem war es die erste Wallace-Verfilmung der Rialto Film, deren Innenaufnahmen in den Studios der CCC-Film im Berliner Bezirk Spandau gedreht wurden. Wenige Wochen zuvor entstand dort bereits die von CCC-Film produzierte Wallace-Verfilmung „Der Fluch der gelben Schlange“.
  • Neben einigen in Wallace-Verfilmungen bereits erprobten Darstellern spielten Barbara Rütting, Agnes Windeck, Inge Langen und Heinz Spitzner erstmals in einem Film der Reihe. Günter Pfitzmann, Wolfgang Wahl und Siegfried Wischnewski waren in wichtigen Gastrollen zu sehen.
  • Da die Rolle des Scotland-Yard-Chefs Sir John im Drehbuch nicht vorgesehen war, übernahm Siegfried Schürenberg die Rolle des Zeitungsverlegers Sir Fielding. Dieser müsste eigentlich Sir Geoffrey heißen, da der Titel „Sir“ im Englischen immer in Kombination mit dem Vornamen verwendet wird.
  • Die im Film mitwirkenden Tiere stammten aus dem Zoologischen Garten Berlin und dem Zirkus Althoff.
  • Das im Film gezeigte Haus von Mrs. Mulford war der tatsächliche Wohnsitz von Produzent Horst Wendlandt.
  • Eine Szene zu Beginn des Films mit Eddi Arent und einem Zeitungsverkäufer auf dem Piccadilly Circus wurde später auch in dem Film Der Hexer (1964) verwendet und für diesen nur neu vertont.
  • Der Film wurde von der FSK ohne Kürzungsauflagen ab 16 Jahren freigegeben. Im Fernsehen wurde der Film in einer stark gekürzten Fassung im falschen Format ausgestrahlt. Der im Original farbige Vorspann wurde durch einen Schwarzweiß-Vorspann ersetzt. 1991 folgte die Freigabe der gekürzten Version ab 12 Jahren. Inzwischen wurde der Film in der originalen Kinofassung veröffentlicht, die wieder ab 16 Jahren freigegeben ist.

Handlung mit Auflösung (Wikipedia)

 Seit Jahren treibt der so genannte „Zinker“ in der Londoner Unterwelt sein Unwesen. Immer wenn dort gestohlene Ware verhökert werden soll, meldet er sich, um diese zu Tiefstpreisen an sich zu reißen. Falls die Diebe auf sein Angebot nicht eingehen, „verzinkt“ er diese bei Scotland Yard. Larry Greame, ein aktenkundiger Unterweltler, hat dem großen Unbekannten jedoch eine Falle gestellt und kennt seine Identität. Kurz bevor er den Zinker verraten kann, wird er aber eiskalt mit dem Gift einer Schwarzen Mamba ermordet.

Inspektor Elfords Spur führt zunächst zu Mrs. Mulford, der Besitzerin einer Tierhandlung, und deren Geschäftsführer Frank Sutton, denn dort wurde kurze Zeit vorher eine schwarze Mamba entwendet. Auch Mrs. Mulfords Nichte Beryl, eine erfolgreiche Kriminalschriftstellerin, sowie Josua Harras, ebenfalls Reporter, interessieren sich für den Fall. Die Unterwelt – allen voran Larry Greames Bruder, genannt „Der Lord“ – ist auf Rache aus und plant bereits einen neuen Coup gegen den „Zinker“, der immer mehr in die Ecke gedrängt wird und deshalb auch vor weiteren Morden nicht zurückschreckt. Am Ende wird Frank Sutton als der „Zinker“ entlarvt, aber von seinem verrückten Partner Krischna Jefferson erschossen.

Rezension

Die Parameter sind bestens, um einen spannenden Film hervorzubringen: Das Team Alfred Vohrer, Harald Peterssen und Peter Thomas (Regie, Drehbuch, Musik), das die Wallace-Reihe so sehr geprägt hat, arbeitet hier zusammen, die Besetzung ist wunderbar, die Schauspielleistungen, die daraus hervorgehen, mindestens angenehm, wobei wir dieses Mal Klaus Kinski hervorheben müssen, der einen relativ großen und besonders typischen Part hat. Er ist zwar nicht der Zinker, er sorgt als irrer Krischna aber für den meisten Grusel. Auch das Szenario in einer Tierhandlung, in der hochgiftige Schlangen und hoch bissfähige Raubtiere anstatt Aquariumfische und Ziervögel verkauft werden, ist bestens geeignet, dem Zuschauer eine spannende Unterhaltung zu bereiten.

Trotzdem sind wir mit diesem Film nicht so richtig warm geworden. Wir wissen, dass er zu den guten der Reihe gezählt wird, aber wenn wir uns in diesem Moment erinnern, dann haben wir wesentlich mehr Momente aus „Das indische Tuch“ im Kopf, obwohl wir den Film eine Woche vor „Der Zinker“ angeschaut haben. Er stammt übrigens vom selben Team. Ein Unterschied dürfte der Austausch der hochkonzentrierten Atmosphäre mit der klassischen Versuchsanordnung in einem alten Schloss durch viele unterschiedliche Schauplätze und einen ziemlich kuriosen Plot sein. Daran ist nicht das Filmteam schuld, sondern Wallace selbst, der manchmal so viele Windungen einbauen musste, bis endlich alle Spuren hinreichend ausgestreut und wieder verwischt waren, dass man selbst mit heutigen Rezeptionsfähigkeiten und trotz 400 Rezensionen für die „TatortAnthologie“ nicht immer die Kurve kriegt und den Sinn bzw. die Motivation der Handelnden versteht.

In den Filmen nach Edgar Wallace, die wir besonders schätzen, hat man das so verdichtet, dass eine Art Vermutungslinie erzeugt wird, die im Verlauf des Films immer stärker wird, weil immer mehr Personen das Zeitliche segnen, die bis zu ihrem Ableben als Täter infrage kamen. Oft ist Geldgier die Triebfeder, die hinter dem ganzen Geschehen steckt, in „Der Zinker“ ist es allerdings in erster Linie Rache am System, und wer sollte die ausüben? So richtig glaubwürdig ist der Tierhandlungs-Geschäftsführer in dieser Rolle nicht,  zumal sich herausstellt, dass er quasi ein Werkzeug darstellt – und außerdem stark gefährdet ist, weil er zwischen zwei Frauen steht und nicht bemerkt, dass eine von ihnen auf tödliche Weise eifersüchtig ist. Die üblichen Wallace-Verbrecher haben keine solchen Verstrickungen, sondern schirmen sich wesentlich besser ab. Grundsätzlich aber ist der Plot nicht etwa ungewöhnlich, sondern liegt im Wesentlichen im gängigen Rahmen dessen, was der Krimischriftsteller verfasste.

So überraschend ist es nicht, dass „Der Zinker“ trotz seiner Dreharbeiten in England nicht sehr britisch wirkt. Dieses Schicksal teilt er zwar – mehr oder weniger – mit den anderen Wallace-Produktionen deutscher Herkunft, aber der Aufwand, dieses Mal für die Originalschauplätze nicht nur Archivaufnahmen zu verwenden, sondern mit dem ganzen Team hinzufliegen, in einer Zeit, in der das Filming on Location sich erst allmählich durchzusetzen begann, lohnt sich im Prinzip nicht. Vielleicht hat man den Film damit auch beworben und so einen Teil der beachtlichen Zuschauerzahl von 2,9 Millionen interessiert.

Typische Merkmale von Edgar Wallace-Filmen gemäß Wikipedia (kursiv) und unsere Anmerkungen zum jeweiligen Film:

  • Regie: Kein Regisseur hat den Stil der Edgar-Wallace-Filme mehr beeinflusst als Alfred Vohrer. Der erfahrene Synchronregisseur inszenierte 14 Filme der Serie, darunter Klassiker wie Die toten Augen von London, Das Gasthaus an der Themse und Der Hexer. Die leicht übertriebene Schauspielführung und die pointierte Schnitt- und Zoomtechnik sind für praktisch alle Film- und Fernseharbeiten Vohrers typisch.
    • Keine Frage, rückwärts betrachtet identifiziert man „Der Zinker“ mit seiner dämonisch übertriebenen licht- und spieltechnischen Inszenierung der Krischna-Figur mit Vohrers Stil, die Schauspieler dürfen sich auch ziemlich austoben und ihren Charakteren eine beachtliche Kante verleihen. Dennoch ist dies nicht der Film mit dem dezidiertesten Vohrer-Stil, auch die Musik von Peter Thomas ist hier zwar unterstützend, tritt aber nicht so deutlich hervor wie in einigen anderen, besonders den späten Filmen der Reihe.
  • Darsteller: Die Besetzung mit bewährten Schauspielern in ähnlichen Rollen war typisch für die Edgar-Wallace-Verfilmungen. Zu den meist reifen und besonnenen Ermittlern zählten Joachim Fuchsberger (13 Filme), Heinz Drache (acht Filme), Siegfried Lowitz (vier Filme), Harald Leipnitz (drei Filme) oder Klausjürgen Wussow (zwei Filme). In den weiblichen Hauptrollen waren meist attraktive, junge Schauspielerinnen wie Karin Dor (fünf Filme) (…) zu sehen. (…) Komische Rollen übernahmen Eddi Arent (23 Filme), Siegfried Schürenberg (16 Filme) und Hubert von Meyerinck (vier Filme) (…).
    • Das Gespann Drache-Arendt-Schürenberg funktioniert im Grunde immer, wobei die kernige Art von Drache, die Figur, die Arendt spielt, mehr oder weniger subtil zu diskriminieren bzw. nicht ernst zu nehmen, ein deutliches Echo einer Kultur der Über- und Unterordnung ist, das in diesem Film mehr auffällt als in vielen anderen; z. B. in „Das indische Tuch“ ist das Verhältnis von Anwalt zu Butler etwas weniger hierarchisch. Arendt ist nun einmal eine Institution in diesen Filmen, in zwei Dritteln davon hat er nach obigen Angaben mitgewirkt. Agnes Windeck (gesehen zuletzt in „Die Herren mit der weißen Weste“) spielt als ältere Lady, die eine Tierhandlungs besitzt, eine relativ prägnante Rolle, die bewusst abgesetzt wird von diesen besonders exzentrischen Ladies aus der Tonfilmzeit vor dem Zweiten Weltkrieg oder sogar der Stummfilmzeit (Lil Dagover, Elisabeth Flickenschildt), sondern ist effektvoll dadurch, dass man ihr vielleicht eine nette Krämerseele zurechnet, aber nicht, dass sie eine Hauptrolle in der Welt des Zinkers spielt. Die Anlage der Figur und ihre recht prominente Inszenierung lassen allerdings doch darauf schließen, dass es mit der Frau etwas auf sich hat.
  • Titel: Die Filmtitel, die meist den Romantiteln entsprachen, sollten beim Publikum eindeutige Assoziationen mit dem Genre des Edgar-Wallace-Films hervorrufen. So verbarg sich hinter vielen Titeln ein eindeutiger Hinweis auf den Hauptverbrecher des Films (Der grüne Bogenschütze, Der Zinker, Der Mönch mit der Peitschea.).
    • Der Zinker ist exemplarisch oben erwähnt, insofern entspricht der Film dem Schema.
  • Handlung: Die Handlungselemente der Edgar-Wallace-Filme waren ähnlich angelegt. So drehte sich das Geschehen vordergründig um einen meist fantasievoll maskierten Hauptverbrecher. Im Gegensatz zum Psychothriller war hierbei das Entlarven des bis zum Finale unbekannten Verbrechers entscheidend (Whodunit). Die Motive der Verbrecherfiguren waren meist Habgier, Rache, Erbschleicherei sowie Mädchen- und Drogenhandel.
    • Zwischen Habgier und Rache pendelt hier einiges, ohne sich genau abschichten zu lassen, allerdings spielt auch Eifersucht letztlich in die Handlung hinein, das ist für einen Wallace-Film eher selten.
  • Handlungsorte: Der (hauptsächliche, A. d. Verf.) Handlungsort war, wie in den Romanvorlagen, fast immer London und Umgebung, wobei sich die Akteure vorwiegend in alten Schlössern, Herrenhäusern oder Villen bewegten. Auch verruchte Nachtlokale, düstere Blindenheime, Irrenanstalten und finstere Kellergewölbe waren beliebte Haupt- und Nebenschauplätze der Handlung. In späteren Filmen kamen Mädchenheime und -pensionate hinzu. Die tatsächlichen Drehorte befanden sich aufgrund geringerer Produktionskosten jedoch selten in Großbritannien sondern in Deutschland. So dienten vor allem Straßen in Berlin und Hamburg. (…) als Kulisse für London-Szenen. Für die nötige Authentizität in den Filmen sorgten oft allein Archivaufnahmen Londons, die man in die Filme einfügte.
    • Der Film spielt überwiegend in London und wir erwähnten bereits, dass man sich dieses Mal die Mühe gemacht hat, tatsächlich Szenen mit Darstellern dort zu drehen. Die Innenräume werden aber, wenn man vom Tiergehege im Keller einer großzügigen Stadtwohnung absieht, nicht so rhythmisch und konstrastreich eingesetzt wie in manch anderem Film der Reihe.
  • Vorspann: Die meisten Edgar-Wallace-Filme begannen mit einem spektakulär in Szene gesetzten Mord. Dann folgte der Vorspann des Films, der ab 1961 (bis auf zwei Ausnahmen) farbig gestaltet war (der Rest des Films war Schwarzweiß). Schon die Gestaltung der Namensnennung mit blutroten oder giftgrünen Buchstaben sollte einen spannenden Film ankündigen. Um der Serie einen noch höheren Wiedererkennungswert zu verleihen, wurde der Vorspann der Wallace-Filme ab 1962 mit aus dem Off erklingenden Schüssen und dem Satz „Hallo, hier spricht Edgar Wallace“ eröffnet. (…)
    • Hier sind die Buchstaben blutrot und die Schusskleckse sind orange, den Satz „Hier spricht Edgar Wallace“ gibt es auch und er wird, wie regelmäßig in den Filmen, die unter der Regie von Alred Vohrer entstanden, von ihm gesprochen.
  • Musik: Besonders prägnant gerieten auch die Soundtracks der Filme, vor allem die oft reißerische und eingängige Titelmusik. Die Musik von insgesamt 18 Filmen der Serie stammt von Peter Thomas, der mit seinen phantasiereichen Arrangements und modernen Aufnahmetechniken der markanteste und dominanteste Komponist der Serie war. Während die Soundtracks von Martin Böttcher (fünf Filme), Willy Mattes (zwei Filme) oder Peter Sandloff (ein Film) eher aus zeitlosem Orchestersound mit Easy-Listening-Charakter bestanden, griffen Heinz Funk (drei Filme) und Oskar Sala (ein Film) auch auf neue Techniken der elektronischen Musik und experimentelle Kompositionen zurück.
    • Auch bei Thomas‘ Filmmusiken gibt es Unterschiede bezüglich der Prägnanz, diese entwickelte sich durchaus im Lauf der Zeit. „Der Zinker“ hat einen eher sparsamen Score, was die Einsatzzeit angeht, und man wird ihn nicht für ewig im Gedächtnis behalten. Eine ironische Akzentuierung gibt es ja beinahe immer, aber sie ist hier nicht bis auf die Spitze getrieben.

Fazit

„Der Zinker“ bekommt von uns die bisher kürzeste Rezension eines Wallace-Films, obwohl wir alle Besonderheiten berücksichtigt haben, die wir eigens für die Besprechung dieser Reihe entwickelt bzw. anhand von Kriterien, welche die Wikipedia für die Filme listet, abgeglichen haben.

Eine Edgar Wallace-Müdigkeit kann nicht der Grund sein, denn die meisten der bisherigen Besprechungen haben wir bereits vor mehr als einem Jahr verfasst und jetzt nur vier Filme nachgeschoben, die an Pfingsten 2015 gesendet wurden.

Für uns ist „Der Zinker“ ein ganz typischer, aber kein herausragendes unter den 38 Werken, die nach Krimis von Edgar Wallace entstanden. Bemerkenswert sind vor allem die Tiere, die man hier verwendet hat und die ausgedehnte Rolle von Klaus Kinski. Der Humor und das Styling waren in anderen Wallace-Filmen teilweise besser, wenngleich wir noch einmal betonen wollen, dass hier nichts Wesentliches fehlt und unsere eher moderate Bewertung am unteren Ende der bisherigen Wallace-Skala daraus resultiert, dass wir nicht so recht den Zugang gefunden haben. Vielleicht ein Problem, das sich aus dem vorherigen Anschauen von „Das indische Tuch“ ergab, den wir besonders schätzen.

Auffällig ist an „Der Zinker“, dem ersten Wallace-Film in Ultrascope, das unruhig flackernde Bild, das andere Filme der Reihe trotz ähnlichen Altes nicht zeigen.

 65/100

© 2020 (Entwurf 2015) Der Wahlberliner, Thomas Hocke

  1. Alle bisher publizierten Kritken im Rahmen des „Edgar Wallace  Special“

Begleitartikel „Special Edgar Wallace“ (Update)
FFA 61 Der Frosch mit der Maske
FFA 63 Der Rächer
FFA 65 Der grüne Bogenschütze
FFA 67 Die toten Augen von London
FFA 70 Der rote Kreis
FFA 72 Das Geheimnis der gelben Narzissen
FFA 74 Die seltsame Gräfin
FFA 76 Das Rätsel der roten Orchidee
FFA 78 Die Tür mit den sieben Schlössern
FFA 80 Das Gasthaus an der Themse
FFA 83 Die Bande des Schreckens
FFA 85 Der Zinker (Dieser Beitrag)

Regie Alfred Vohrer
Drehbuch Harald G. Petersson
Produktion Horst Wendlandt,
Preben Philipsen,
Jacques Willemetz
Musik Peter Thomas
Kamera Karl Löb
Schnitt Hermann Haller
Besetzung

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