Der Mönch mit der Peitsche (DE 1967) #Filmfest 167 #EdgarWallace

Filmfest 167 A "Special Edgar Wallace" (31)

2020-08-14 Filmfest AWenn du das Weib schützen willst, nimmt die Peitsche und trage Rot

Der Mönch mit der Peitsche ist ein deutscher Kriminalfilm, der 1967 unter der Regie von Alfred Vohrer gedreht wurde. Bei dem Farbfilm handelte es sich um den 29. Beitrag der deutschen Edgar-Wallace-Filmreihe. Das Werk basiert nur auf Motiven von Edgar Wallace, knüpft jedoch an den Schwarzweißfilm Der unheimliche Mönch aus dem Jahr 1965 an. Der Mönch mit der Peitsche wurde am 11. August 1967 im Mathäser-Filmpalast in München uraufgeführt. (1)

Oh Gott! Dieses Mal sieht man die Ratten schon gleich am Anfang. Sie waren wohl von „Die blaue Hand“ noch bürig. Und natürlich quietschen sie auch wieder so schrecklic . Das hat ja immer schlimmer – ein geruchloses und geschmackloses Gas. Alle Ratten sind hin. Und dann schwebt das Gift aus einem Buch, welches der Mann, der hier ein Experiment durchführt, seinem Assistenten übergibt. Und draußen heulen wieder die Eulen. Doch anstatt für seinen Auftrag vergütet zu werden, widerfährt dem Wissenschaftler, der das Toxin entwickelt hat, das Folgende: Er wird von einem Mönch mit Peitsche in roter Kutte erpeitscht – oder wie soll man das nennen? Das kann ja noch gruselig werden. Weiter geht es damit  in der -> Rezension.

Handlung (1)

Der Wissenschaftler Dr. Cabble entwickelt im Auftrag eines Unbekannten ein geruchloses Giftgas. Winston Robson, Cabbles allzu neugieriger Assistent, ist das erste Opfer des tödlichen Stoffes. Nachdem Dr. Cabble seinem Auftraggeber, der einen noblen Rolls-Royce fährt, das Gift und ein damit präpariertes Buch aushändigt, wird er von einem rot gekleideten Mönch mit einer Peitsche ermordet.

In einem Londoner Zuchthaus wird der Taschendieb und Falschspieler Frank Keeney in die Zelle eines gewissen Cress Bartling verlegt. Bartling bietet Keeney 1.000 Pfund für die Erledigung eines Auftrags, der außerhalb der Gefängnismauern stattfinden soll. Mit Hilfe des Gefängniswärters Carrington und des Küchenpersonals gelangt Keeney tatsächlich nach draußen. An einer Landstraße wird er einem Mann namens Greaves, dem Chauffeur eines Rolls-Royce, übergeben. Dieser bringt Keeney zu einer verfallenen Villa, in der zwischen Krokodilen und Aquarien ein geheimnisvoller Hintermann residiert. Er beauftragt Keeney, der Internatsschülerin Pam Walsbury in einer Dorfkirche ein Gesangbuch unterzujubeln. Er ahnt nicht, dass es mit dem Giftgas präpariert ist. Als das Mädchen das Buch öffnet und auf der Stelle stirbt, wird Keeny in das Gefängnis zurückgebracht.

Durch einen Zufall kommt der Polizeiarzt Dr. Shinewood dahinter, dass das Mädchen mit einem Gift auf der Basis von Blausäure ermordet wurde. Scotland-Yard-Chef Sir John und Inspektor Higgins untersuchen den Fall im Mädcheninternat. Dessen Leiterin Harriet Foster kann sich den Mord an Pam nicht erklären. Die Lehrer Harrison und Brent sowie der Pedell Bannister verdächtigen den Chemielehrer Keyston, der ein Verhältnis mit Pam hatte. Ann Portland erzählt den Beamten, dass einige ihrer Mitschülerinnen, darunter auch Pam, gelegentlich wilde Partys feiern. Mr. Keyston und Mark Denver, ein im Gartenhaus des Internats lebender Schriftsteller und Bruder von Harriet Foster, haben diese Partys veranstaltet. In der Nacht taucht im Internat der Mönch mit der roten Kutte auf, um das präparierte Gesangbuch aus dem Schrank von Pam Walsbury zu nehmen. Einige der Schülerinnen beobachten die Gestalt und alarmieren die anwesenden Scotland-Yard-Beamten. Aber der Mönch kann entkommen. Wie so oft beobachtet der neugierige Gärtner Glenn Powers die Vorgänge aus sicherer Entfernung.

Am nächsten Abend fasst die Schülerin Betty Falks den Entschluss, das Internat zu verlassen. Erneut begibt sich Frank Keeney in die Freiheit, um einen Auftrag des geheimnisvollen Hintermannes zu erfüllen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle begegnet Betty dem Mönch mit der Peitsche. Sie flüchtet zum Bus, in dem sie von Keeney mit einer Giftgaspistole ermordet wird. Der Busschaffner erinnert sich eindeutig an Keeneys Gesicht. Inspektor Higgins hält ihn allerdings für unschuldig, da sich der Mann offiziell sicher hinter Gittern befindet. Keyston gesteht Higgins, dass er zwanzig Jahre im Zuchthaus saß, weil er ein junges Mädchen umgebracht hat. Der Inspektor sieht von einer Verhaftung des Lehrers ab. Ein roter Mönch mit einer Peitsche tötet Keyston noch in der gleichen Nacht.

Am Abend des nächsten Tages erscheint die Schülerin Mary Houston in Mark Denvers Gartenhaus. Sie wirft Denver vor, hinter den Morden zu stecken, da auch er ein Verhältnis mit Pam hatte und sie ein Kind von ihm erwartete. Betty Falks wusste dies. Nach einer Auseinandersetzung, bei der Denver zudringlich wird, flieht Mary aus dem Gartenhaus. Inspektor Higgins, der sich ebenfalls im Gartenhaus befindet und das Gespräch mithörte, kann nicht verhindern, dass Mary im Park mit einer Giftgaspistole ermordet wird. Diesmal erkennt der Ermittler selbst den eigentlich inhaftierten Frank Keeney als Täter. Keeney zwingt den Chauffeur Greaves, ihn in die alte Villa zu bringen. Keeney versucht den Hintermann zur Rede zu stellen, wird aber vom Mönch mit der Peitsche ermordet. Als Higgins im Gefängnis erscheint, findet er Keeney offensichtlich erhängt in seiner Zelle.

Am darauffolgenden Tag wird der Chemielehrer Keyston ebenso erhängt unter dem Schwimmbad des Internats aufgefunden. Der geheimnisvolle Hintermann erteilt Cress Bartling den Auftrag, in der Nacht die Schülerin Ann Portland zu ermorden. Inspektor Higgins findet heraus, dass Ann die Alleinerbin der Portland-Flugzeugwerke ist. Higgins schleicht sich noch in der gleichen Nacht in das Internat ein in der Verkleidung des roten Mönchs und täuscht eine angebliche Entführung von Ann Portland vor und flüchtet mit ihr in seinem Wagen. Er bringt sie in Sicherheit und vereitelt so einen Mordanschlag durch Bartling. Zwischenzeitlich wird auch der zwielichtige Mark Denver vom roten Mönch ermordet.

Bartling und Greaves entführen Ann Portland aus ihrem Versteck in einer Sandgrube. Durch den als Gefängnispfarrer getarnten Sergeant Hanfield erfahren die Yard-Beamten, wie Keeney und Bartling das Zuchthaus verlassen konnten. Inspektor Higgins kann den Fluchtweg rekonstruieren und gelangt mit Sir John zu der geheimnisvollen Villa, in die man Ann verschleppt hat. Die Internatsleiterin Harriet Foster und der Gärtner Glenn Powers, der ihr folgt, sind ebenfalls dorthin unterwegs.

In der Villa wird Powers bereits vom Mönch erwartet, der ihn mit der Peitsche töten will. Powers kann ihn in letzter Not erschießen. Kurze Zeit später treffen Sir John und Higgins ein. Als Powers die rote Maske des Mönches lüftet, befindet sich darunter Harriet Foster. Powers erzählt den Ermittlern, dass Mrs. Foster seine Frau war. Beide arbeiteten in einem Zirkus, wo Harriet auf dem Pferd galoppierte und mit der Peitsche Gläser vom Tisch schlug. Nachdem sie ihn verlassen hatte, kam Powers dahinter, dass seine Frau inzwischen wahnsinnig war und unter dem Einfluss eines mysteriösen Hintermannes stand. Da taucht der Pedell Bannister auf, den Higgins als Anns Onkel Limes Portland enttarnt. Im Falle von Anns Tod hätte er die Flugzeugwerke ihrer verstorbenen Eltern geerbt. Um die Aufmerksamkeit auf andere zu lenken, hatte er zunächst die Mädchen Pam Walsbury, Betty Falks und Mary Houston ermorden lassen.

Rezension

Wir haben hier das Kuriosum, dass die Wikipedia eine sehr ausführliche Handlungsbeschreibung anbietet, wir aber jetzt nicht mehr von der ebenfalls handlungsorientierten Besprechung des Films auf eine rein rezensorische switchen können, weil die Sichtung von „Der Mönch mit der Peitsche“ bereit einen Monat her ist. Also gebe ich nun meine Eindrücke weiter, wie ich sie damals in den Mail-Editor gesprochen habe. Mit ein paar Korrekturen, versteht sich.

Die Musik ist von Martin Böttcher, nicht wie (meist in der Wallace-Reiche) von Peter Thomas, der auch für die besonders fetzigen Geräusche im oben erwähnten „Der unheimliche Mönch“ verantwortlich ist und Joachim Fuchsberger ist wieder dabei, den ich in „Die blaue Hand“ ein wenig vermisst hatte.

Nun wird ein Gefangener aus einem Gefängnis geschmuggelt, das in der Nähe des Big Ben von London liegen muss. Jedenfalls hört man ihn von dort aus. Auf einem Waldweg knirscht ein Rolls Royce heran und holt den Knacki ab. Auch aus der Wikipedia: Es ist ein Cloud I, damals schon ein wenig betagt. Nun fahren sie zu einem ziemlich unbritisch aussehenden Schloss. Unser dem Gefängnis Entnommener wird an einem Becken mit Alligatoren vorbei geführt. Haben sie mal flugs von James Bond abgeguckt (war es in „From Russia with Love“?). Auch ein schönes Aquarium gibt es, wie in vielen Agentenfilmen.

Und ein Mädchenpensionat. Wie in „Der unheimliche Mönch“ und in den späten 1960ern kam das auch langsam in Mode. In der Kirche tauscht der Typ, der im Wagen mit Chauffeur kam, ein Gesangsbuch mit dem eines Mädchens, welches er sich vorher auf einem Foto eingeprägt hat. Die Buch-Gift-Methode funktioniert und Exitus. Aber schon irgendwie bescheuert, dass er mit dem auffälligen Rolls-Royce herumkutschiert wird. Und wie ist er wieder reingekommen ins Gefängnis? Egal. Vielleicht ist da was recycelt worden. Sein Auftraggeber öffnet eine Bibel und der frischgebackene Mörder hat schon Angst, dass er auch vergiftet wird, aber da sind tatsächlich Geldscheine drin. Das ist nun wirklich philsophisch, besonders wegen der Bibel.

Ein Arzt weist nach, dass Gift im Spiel war. Das tote Mädchen war nicht vermögend, sie hatte ein Stipendium, man bringt hier die künftige geistige Elite des Inselreichs um die Ecke, oder? Na hoffentlich war das nicht nur eine Probe am Exempel anstatt an Ratten.

Nun aber zu etwas Erfreulichem. In diesem Wallace-Film spielt erstmals Ursula Glas mit, bekannt Uschi-Schätzchen, noch vor dem Film, mit dem sie zu ihrem Nick kam („Zur Sache, Schätzchen“ von May Spils). Und Sir John hat nun auch eine Ausbildung als Polizeipsychologe abgeschlossen, tritt jedoch weiterhin auf wie der Elefant im Porzellanladen.

Es ist wieder Nacht. Ein Mensch schleicht ins Mädchenschlafzimmer. Wieso sehen die nur immer alles so Ku-Klux-Klan mäßig aus, diese Mönche?  Er öffnet das Gitter an dem Schrank der Toten. Da hat ja auch bisher noch niemand reingeschaut. Dann wird es kritisch: „Homopatik jemanden Mönch. SMSen wacht auf und schreit. Polizisten Island, und der der oben Obacht IT-Partner also selbst schon. Du lieber Gott, wieso Kotelett und dieses Mal ständig Kaugummi. Der Hecke Installer Joachim Fuchsberger.“ So lautet tatächlich der Text in der Entwurfsmail. Auch die heutige Technik ist keine Hexerei und die Spracherkennung von Google verunmöglicht zuweilen eine seriöse Befassung mit hochwertigem Filmkulturgut. Nachdem wir etwas Mut zum Dadaismus bewiesen habne, machen wir weiter.

Einer der Internatslehrer ist ja schwer scharf auf die Mädels. Natürlich hat die Internatsleiterin wieder irgendwas zu tun mit der Sache, es riecht geradezu danach, denn sie wird von Ilse Steppat gespielt. Und dann gehen die Mädels zum Baden und da gibt es so ein Sichtfenster in der Beckenwand, natürlich unterhalb der Wasseroberfläche. Das konnte fast unser Stadtteilbad von Schöneberg sein, es heißt jetzt Hans-Rosenthal-Bad, da kann man ebenfalls derlei zweifelhafte Einblicke in das nehmen, was im Wasser geschieht. Wenigstens ist das Sichtfenster im Film nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für die Badeaufsicht oder den Hausmeister bestimmt oder wer immer da reinschauen könnnen sollte. Und ein Telefon steht auch mitten in der Schwimmhalle. Ich habe nachgesehen, es handelt sich zwar nicht um unser Bezirksteilbad, aber um das Stadtbad Wedding, in dem gedreht wurde, offenbar waren diese Bauten einander recht ähnlich.

Der erwähnte Lehrer sagt einem weiteren Mädchen namens Betty, dass er so gut wie nichts mit der Toten hatte, diese rennt trotzdem in den Wald, der Typ aus dem Zuchthaus ist ebenfalls wieder unterwegs und soll jetzt auf eine andere Methode mit einer komischen Pistole mit einem Draht und sowas dran den zweiten Mord begehen. Das Mädchen trifft auf den roten Mönch, rennt weg von ihm. Oh, der Lehrer mit seinem kleinen Auto fährt heran. Aber sie schafft es in den Bus. Aber im Überlandbus sitzt wer? Unser Knacki des Grauens. Und spritzt ihr eine Flüssigkeit ins Gesicht. Trotz der Identifizierung mithilfe des Busfahrers glaubt Higgins nicht daran, dass es sich um  jenen Sträfling handelt, denn der sitzt doch ein. Das kommt vom zu viel Kaugummi kauen.

Tja. Und der Chemielehrer war halt der Geliebte von einem der Mädchen. In einem Behälter liegt eine tote Ratte und ein Zettel mit einem Hinweis. Vielleicht hat dieser Mönch ja auch einen sehr moralischen Ansatz, außerdem saß der Lehrer mal 20 Jahre wegen der Tötung eines Mädchens im Zuschthaus. Niemals werde ich meine Urenkelin in ein Mädchenpensionat geben, wenn sie für die Eltern zu wild geworden ist. Auch der Bruder der Heimleiterin, welcher sich schriftstellerisch betätigt, ist diesbezüglich nicht sauber und hat was mit einer der Zögling*innen.

Derweil macht sich das Superhirn hinter den Verbrechern Sorgen darüber, dass der Knacki von der Polizei im Zuchthaus aufgesucht wurde, er sei unvorsichtig gewesen, aber einen Auftrag kriegt er doch noch. Also wird ein drittes Mädchen eingesprüht und wieder kommt die Polizei zu spät. Ist ja beinahe wie bei Hitchcock, bei dem sind die Polizisten auch immer die Deppen. Jedenfalls macht sie hier eine besonders unglückliche Figur, denn, wenn wir mal ein wenig vom hektischen und unübersichtlichen Geschehen zurücktreten – das Pensionat hätte längst geschützt werden müssen.

Der Mörder ist jetzt sauer geworden und – aber statt des Chefs sitzt aber nur eine Puppe da, als der Henkersknecht mal rauskriegen will, wer ihn anleitet, menschen umzubringen. Dafür kommt der Mönch und Schluss. In diesem Mädchenpensionat herrscht ein unfassbarer Lebenshunger bei gleichzeitig hoher Mortalitätsrate. 

Auch Sir John von Scotland Yard, gespielt von Siegfried Schürenberg, lässt sich davon anstecken und spielt dieses Mal eine große Rolle – Regisseur Alfred Vohrer, der selbst dazu neigt, es lieber knallig zu haben, muss aufpassen, dass Schürenberg nicht zu sehr überzieht. Vor allem ist das für den Higgins nicht gerade eine tolle Sache, dass er ständig zurechtgewiesen und in seine Methoden eingegriffen wird. „Nun seien Sie doch kein Frosch, übernehmen sie doch wenigstens mal einen von diesen drei bis vier Toten.“ Offenbar läuft es doch darauf hinaus, dass der Mörder der Gärtner ist.

Was macht man, wenn man einen Handlanger durch Exitus verliert? Man besorgt sich aus dem Gefängnis einen anderen. Doch ausgerechnet der Mönch rettet nun das nächste Mädchen vor jenem Ersatzmörder. Aber verkleidet hat sich der Inspektor Higgins, um aktiver zu wirken als bisher. Bringt sie weg mit dem Auto, der Rolls-Royce fährt hinterher. Es kommt, verkürzt gesagt, zu einer weiteren Konfrontation, dieses Mal in dem Schwimmbad, das wir schon kennen. Die Polizei fährt einen Peugeot 404, ss gibt allerdings ein englisches Modell das ähnlich aussieht. Und vom selben Designer ist, ich glaube von Pininfarina.

Ja, aber das weißt der Chauffeur im Rolls-Royce, dass die Polizei das bedrängte Mädchen in einer Sandgrube in Sicherheit gebracht haben will – was für eine Idee . Als erstes wird dort ein Polizist umgebracht. Wenn der Chauffeur alles beobachtete dann könnte das doch auch eh selber machen. Bis jetzt für doch überhaupt keine Spur dorthin. Ein neuer Gefängnispfarrer, der Wirklichkeit von der Sitte ist, hat jetzt rausgefunden wie man in dieses Gefängnis unbemerkt rein und aus ihm raus kann.

Zum mitraten sind Filme wie dieser wirklich nicht geeignet, auf die Wendungen kann ein Mensch kommen. Der Mönch kriegt jetzt erstmals richtig Probleme, weil der Gärtner, auf den er’s abgesehen hat, sich nicht so leicht mit der Peitsche einfangen lässt. Und trifft mit der Pistole. Die Internatsleiterin war der Mönch oder die Mönchin mit der Peitsche. Auch das wirkt nicht sehr wahrscheinlich, obwohl sie so einen leichten Domina-Touch hat.

Finale

Aber ganz zu Ende ist es doch nicht, oder? Schlangen. Schon wieder Schlangen, wie zuletzt in „Die blaue Hand“. Vielleicht sind es dieselben, immerhin wurde damals ja ein Block von Wallace-Filmen gedreht, zu dem sowohl „Die blaue Hand“ als auch „Der Mönch mit der Peitsche“ zählen und diese dicken Viecher sind so dekrativ, dass sie zur Wiederverwendung anregen. Trotzdem hätte man die weiblichen Kinozuschauer mit weißen Mäusen viel besser erschrecken können.

Wie Kai aus der Kiste taucht ein gewisser Onkle eines Mädchens aus Portland auf, der an ihr Erbe ran wollte und nur, um von ihr abzulenken und von seinem wahren Motiv, die anderen Morde hat begehen lassen. Das ist wirklich – also nee. Klassisch jedenfalls nicht, denn man muss doch den Mörder wenigstens in einer Gruppe von Menschen vermuten dürfen, die man schon etwas früher kennengelernt hat. Die psychologische Erklärung für alles, was wir gesehen haben, stammt eh von Nietzsche: Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht. Aber was, wenn das Weib schon mit der Peitsche ankommt? Plottechnisch ist dieser Schluss wirklich schwach, egal, ob man den Mönch mit der Peitsche bzw. die Frau in der Kutte kultig findet. Am Schluss wird auch noch der Vorbildfilm „Der unheimliche Mönch“ erwähnt, aber der war besser, ohne Frage.

59/100

© 2020 Der Wahlberliner, Thomas Hocke

(1) Wikipedia

Begleitartikel „Special Edgar Wallace“ (Update)
Filmfest News 1 (beinhaltet das 2. Update zum „Special Edgar Wallace“ – vorliegender Artikel)
Filmfest News 2 (aktueller Stand des „Special Edgar Wallace“ und weiterer Vortellungsrhythmus)
Filmfest News 3 (aktueller Stand des „Special Edgar Wallace“ und weitere Neuigkeiten)
FFA 61 Der Frosch mit der Maske
FFA 63 Der Rächer
FFA 65 Der grüne Bogenschütze
FFA 67 Die toten Augen von London
FFA 70 Der rote Kreis
FFA 72 Das Geheimnis der gelben Narzissen
FFA 74 Die seltsame Gräfin
FFA 76 Das Rätsel der roten Orchidee
FFA 78 Die Tür mit den sieben Schlössern
FFA 80 Das Gasthaus an der Themse
FFA 83 Die Bande des Schreckens
FFA 85 Der Zinker
FFA 88 Der schwarze Abt
FFA 91 Das indische Tuch
FFA 94 Der Hexer
FFA 97 Neues vom Hexer
FFA 102 Der Fälscher von London
FFA 107 Der unheimliche Mönch
FFA 112 Zimmer 13
FFA 117 Die Gruft mit dem Rätselschloss
FFA 122 Das Verrätertor
FFA 127 Der Fluch der gelben Schlange
FFA 132 Todestrommeln am großen Fluss
FFA 137 Sanders und das Schiff des Todes
FFA 142 Der Bucklige von Soho
FFA 147 Das Geheimnis der weißen Nonne
FFA 152 Im Banne des Unheimlichen
FFA 157 Der Hund von Blackwood Castle 
FFA 162 Die blaue Hand
FFA 167 Der Mönch mit der Peitsche (dieser Beitrag)

Drehbuch Alex Berg,
Harald G. Petersson
Produktion Rialto Film
(Horst Wendlandt, Preben Philipsen)
Musik Martin Böttcher
Kamera Karl Löb
Schnitt Jutta Hering
Besetzung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s