„Tanz um das kalte Feuer“ (Bärbel Weisshaupt, Haimart) #Haimart #Feuer #Kapitalismus #Konsum

Und nun zu etwas vollkommen anderem. Was hat das Wacken Open Air mit einer schwarzen Perle und der Frage nach dem Sinn des Schreibens zu tun? Darüber reflektiert Bärbel Weisshaupt vom Autorenkollektiv „Haimart“ in „Tanz um das kalte Feuer.

Kontrovers aufgenommene Beiträge über die Rentensversicherung, die Staatsschulden und dergleichen hatten wir zuletzt genug. Dazu der Mietenwahnsinn. Heute wollen wir mit Bärbel Weisshaupt vom Autorenkollektiv „Haimart“ eine kleine Reise ins Ich unternehmen.

Genauer geschrieben: Eine Reise in das Ich, das vom Konsumismus verwirrt ist und am Ende alles hinterfragt. Auch das Schreiben von Blogartikeln. Wir fanden diesen Rücksturz in die Generalfrage sehr schön, wir schätzen Haimart ohnehin für seine unverstellten, oft von interessanten Assoziationen geprägten Beiträge und würden gerne häufiger etwas von diesem Blog empfehlen.

Uns regen diese – sic! – Perlen immer wieder zum Nachdenken an. Und damit zum Innehalten. Denn auch wir hinterfragen unser Schreiben durchaus und manchmal denken wir – wozu dieser enorme Aufwand? Ist es das wert? Wir meinen, Stand heute: Ja, doch. Denn wir haben genug anderes ausprobiert. Zum Beispiel politische Betätigung. Dabei kann man sich schnell den Frust holen, wenn man nur idealistische Ziele hat. Oder im Beruf: Es gibt Momente, in denen kommt die Entwicklung zum Stillstand, aber wer nicht gerne stillsteht, der – schreibt sich zum Beispiel weiter voran.

Vor allem aber geht es in „Tanz um das kalte Feuer“ um die Frage, wie wir konsumseitig ticken. Wir wir manipuliert werden und dann Entscheidungen treffen, die es gemäß den Volkswirtschaftslehren, die auf den perfekt rationalen „Homo oeconomicus“ setzen, nicht geben dürfte, die dem Kapitaismus aber sehr helfen.

Was Bärbel Weisshaupt geschrieben hat, rief Erinnerungen wach. Heute lächeln wir ein bisschen, wenn Linke meinen, nicht ohne Apple-iPhone oder Laptop auskommen zu können und den Widerspruch nicht erkennen. Nicht aus Überheblichkeit, sondern aus Empathie auch uns selbst gegenüber. Weil wir wissen: Es braucht Zeit, um diese Mechanismen wenigstens Fall für Fall zu hinterfragen. Und es klappt nicht immer. Wir sind auch noch ein wenig davon verzaubert, dass der Name unseres im Juli erstandenen Laptops einen anderen, mehr an Zeiten amerikanischer Hightech-Wertarbeit erinnernden Klang hat als … ja, zum Beispiel der vom vorherigen Gerät. Hergestellt ist er jedoch ebenso in China wie jener Vorgänger.

Wir wollen jetzt aber nicht den Empfehlungsbeitrag zu sehr mit unseren eigenen Assoziationen belegen, sondern empfehlen „Tanz um das kalte Feuer„. Unser allererster Empfehlungsbeitrag stammt übrigens auch von Haimart („Instrumentalisierte Ökologie„).

TH

Dossier Kinder, Bildung, Erziehung, Wissenschaft

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6 Kommentare

  1. Ja, diese Entwicklung ist schon besorgniserregend. Wenn Linke sich so an den Konsum gewöhnt haben, dass sie ohne diesen nicht leben könnten, dann stellt sich schon die Frage wer dafür bezahlen soll und wie glaubwürdig ist ihre Systemkritik?

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